McLaren-Mercedes

Doppeldiffusor in der Warteschleife

McLaren-Diffusor Foto: Daniel Reinhard 6 Bilder

McLaren hat wie in Shanghai eine Diffusormodifikation mit nach Bahrain gebracht, doch es wird wieder keine doppelstöckige Lösung sein. Der durchflutete Unterboden lässt noch bis Barcelona auf sich warten.

"In Bahrain haben wir eine Adaption unseres konventionellen Diffusors", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh bei seiner Ankunft in Bahrain. "Das bringt ein paar Punkte mehr Abtrieb, ist aber kein Riesenschritt." Laut Whitmarsh finden die McLaren-Aerodynamiker im Augenblick noch nicht die großen Zeitsprünge mit dem doppelstöckigen Diffusor bei ihren Windkanaltests.

"Es ist ein schwieriges Feld", gibt der Engländer zu. "Wenn wir vor einem Jahr mit dieser Entwicklung angefangen hätten, wäre das ganze Auto daraufhin konzipiert worden. Jetzt müssen wir notgedrungen Kompromisse eingehen. Wir können unser Auto im Heck nicht beliebig umbauen."

Auch Ferrari mit Kompromiss

Whitmarshs Kollege Stefano Domenicali erzählt die gleiche Geschichte. Wie bei McLaren wird der doppelte Boden auch bei Ferrari beim GP Spanien am 10. Mai Premiere feiern. Es war ein Kraftakt. Ursprünglich befürchteten die Techniker, bis zum GP Türkei im Juni warten zu müssen. "Es ist eine Kompromisslösung", sagte Domenicali. Wir konnten einige Komponenten im Heck verschieben, um Platz für die Diffusorkanäle zu schaffen. Aber wir waren in der Kürze der Zeit eingeschränkt."

Ob es im Verlauf der Saison ein Update gibt, kann Ferraris Capo nicht versprechen. "Das hängt davon ab, wie viel unsere Leute im Windkanal noch finden." Eines aber kann Domenicali schon jetzt garantieren: "Es wird keinen Ferrari F61 geben. Ein neues Auto kommt nicht in Frage. Es würde zu spät fertig werden. Da stünden die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen."

Force India hat den Diffusor schon

Einen neuen Doppeldiffusor werden wir allerdings in Bahrain sehen. Force India hat nach Renault am schnellsten reagiert und präsentiert im Freitagstraining erstmals den neuen Unterboden: "Der neue Diffusor ist da und er ist am Auto", erklärte Adrian Sutil. Der Deutsche hofft auf einen Sprung von drei bis vier Zehnteln für das Wochenende in Bahrain. Neben dem Diffusor wurden auch der Frontflügel und Teile an den Seitenkästen modifiziert.

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