McLaren-Mercedes

Martin Whitmarsh: "Brauchen kein Wunder"

Martin Whitmarsh Foto: xpb 36 Bilder

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh glaubt trotz 24 Punkten Rückstand immer noch an eine Titelchancen von Lewis Hamilton. Ein Wunder sei nicht nötig. Ein bisschen Glück dagegen schon. "Alles ist möglich", lautet die Durchhalteparole im McLaren-Lager.

Eigentlich wollte McLaren beim GP Brasilien die große Aufholjagd starten. Doch daraus wurde nichts. Der Doppelsieg von Red Bull und der dritte Platz von Fernando Alonso haben den Rückstand von Lewis Hamilton sogar noch vergrößert. 24 Punkte fehlen dem Weltmeister von 2008 mittlerweile auf die Spitze.

Whitmarsh sieht noch gute Chancen

Da es für den Sieg nur 25 Punkte gibt, benötigt der viertplatzierte Engländer ein mittleres Wunder bei Finale in Abu Dhabi. "Wir brauchen kein Wunder", wiegelt Teamchef Martin Whitmarsh ab. "Dass Autos ausfallen ist doch kein Wunder. Das passiert relativ oft im Motorsport."

Der Brite sieht die Chancen seines Piloten immer noch intakt. Aufgeben gilt nicht. "Der Kampf um den WM-Titel ist sehr hart im Moment. Fernando sieht im Moment sehr stark aus, aber wir haben schon am eigenen Leib erleben müssen, dass die Dinge in der letzten Minute noch schief gehen können."

Alonso muss ausfallen

Neben Alonso muss McLaren im letzten Rennen aber auch noch die beiden Red Bull hinter sich lassen. 16 Punkte liegt Hamilton hinter Mark Webber. Auf Vettel fehlen immerhin neun Zähler. Die Rechnung für Whitmarsh ist einfach. "Alonso muss ausfallen. Die anderen nicht unbedingt. Alles ist möglich. Es wird schwer. Solange wir noch im Spiel sind und es mathematisch möglich ist, werden wir weiter Gas geben."

Bei McLaren freut man sich, dass man zumindest noch theoretische Chancen auf den Titel hat und der Konkurrenz nicht alleine die Schlagzeilen überlassen muss. Als Gewinner sieht Whitmarsh vor allem die Formel 1-Fans. "Vier Piloten haben noch Chancen auf den Titel. Drei Teams fechten es im letzten Rennen aus. Das gab es noch nie. Das ist eine epische Weltmeisterschaft."

Whitmarsh freut sich auch, dass die sportliche Entscheidung im Mittelpunkt steht. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. In den letzten Jahren gab es immer wieder Streitigkeiten zwischen den Teams, mit der FIA oder über die Regelauslegung, die den WM-Kampf immer wieder überschatteten. In diesem Jahr blieben diese Scharmützel weitgehend aus. "Das ist auch mal erfrischend", freut sich der McLaren-Chef.

McLaren fairer Verlierer

In der Fahrer-WM sieht Whitmarsh noch Chancen. Den Konstrukteurspokal muss McLaren dagegen sicher abschreiben. Kein Beinbruch für Whitmarsh. Der Engländer zeigte sich als fairer Verlierer. "Ich habe Red Bull bereits gratuliert. Es ist ein neuer Name auf dem Pokal. Das ist gut für den Sport. Sie haben es sich verdient. Wir versuchen nun versuchen, zumindest Platz zwei zu sichern."
 
Der Grund für die Niederlage in Sao Paulo war auch schnell erklärt. "Lewis hatte etwas Pech in der ersten Kurve. Da war er sehr vorsichtig im Zweikampf mit Mark. Hinter Hülkenberg hat er jede Menge Zeit verloren. Am Ende wollten wir nach der Safety-Car-Phase noch einmal mit frischen Reifen angreifen. Aber dann lagen sieben überrundete Autos zwischen uns und dem Führungstrio. Bis wir da vorbei waren, ist der Vorsprung schon auf acht Sekunden angewachsen."
 
Auch dass Hamilton nach Korea nun bereits zum zweiten Mal in Folge von Fernndo Alonso überholt wurde, besorgt den McLaren-Teamchef nicht sonderlich."So etwas passiert. Das ist Motorsport. Fernando ist ein guter Pilot. Lewis ist sicher enttäuscht darüber. Wir müssen aber auf die gesamte Pace am Wochenende schauen. Wir waren nicht schnell genug und Lewis hat sich nicht so wohl gefühlt, wie er gerne hätte. Aber wir werden uns wieder sammeln und in Abu Dhabi versuchen zu gewinnen. Und wenn die Dinge komisch laufen, könnte er am Ende der neue Weltmeister sein."

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