McLaren noch ohne Hauptsponsor

100 Millionen von Honda

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - Jerez - Test - 30. Januar 2014 Foto: Baldauf / SB-Medien 38 Bilder

McLaren fuhr in Jerez ganz in Silber. Auf der Verkleidung waren nur drei Sponsor-Sticker zu sehen. Hinter den Kulissen ringt McLaren weiter mit Lotus um einen neuen Hauptsponsor. Selbst wenn der Deal platzt, muss man sich in Woking keine Sorgen machen. Der Honda-Deal soll 100 Millionen Euro in die Kasse bringen.

So nackt hat man den McLaren schon lange nicht mehr gesehen. Auf der silbernen Außenhaut standen nur drei größere Logos: Die Langzeitsponsoren Mobil, SAP und Boss (plus kleine Partner wie Hilton, Johnnie Walker, AkzoNobel). Auf dem Heckflügel, auf der Chassisoberseite und den Seitenkästen wurde in riesigen Lettern das eigene Auto beworben. Überall war der Schriftzug "MP4-29" angebracht. Das klingt nach Armenhaus. Ist es aber nicht.

McLaren kämpft gegen Lotus um Hauptsponsor

Der optisch einzige echte Silberpfeil soll noch bunter werden. McLaren verhandelt seit geraumer Zeit mit einem potenziellen Hauptsponsor. Die Branche munkelt, dass es sich um Sony Playstation handeln soll. Weil deren Hausfarben rot und orange sind, gibt es die Möglichkeit, dass McLaren zu seiner Traditionsfarbe orange zurückkehrt.
 
Doch hinter dem Geld der Japaner ist auch Lotus her. Vermutlich für weniger Geld, dafür einer flippigeren Werbestrategie. McLaren ist ein stolzes Team. Dort kostet Sponsorfläche traditionell viel Geld. Vodafone soll 60 Millionen Euro bezahlt haben.

Honda ist McLarens Lebensversicherung

Doch selbst wenn McLaren nicht den Zuschlag bekommt, muss sich Teamchef Ron Dennis keine grauen Haare wachsen lassen. Die Partnerschaft mit Honda sichert McLaren auf Jahre hinaus ab. Man hört, dass der Deal im Paket 100 Millionen Euro pro Jahr wert sein soll. Honda liefert die Motoren gratis, zahlt 50 Millionen cash und beteiligt sich zur Hälfte an den Fahrergehältern. Angeblich sprudelt die Geldquelle schon in dieser Saison.

Ob die chinesischen Investoren bereits an Bord sind und den Bahrainis wie geplant Anteile abgekauft haben, wurde noch nicht kommuniziert. Das Geschäft sei noch nicht über die Bühne, heißt es. Es ist aber die Voraussetzung für den Staatsstreich von Ron Dennis.

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