McLaren-Pilot Jenson Button

"Uns fehlen noch Kilometer"

Jenson Button Foto: xpb 72 Bilder

McLaren kommt nicht in Schwung. Kein anderes Team spulte am zweiten Testtag so wenige Runden ab. Jenson Button beginnt sich Sorgen zu machen. Der Engländer weiß noch immer nicht, wie gut sein McLaren wirklich ist.

Jenson Button hatte an seinem zweiten Testtag in Barcelona oft frei. Am Morgen legte ein Hydraulikdefekt den McLaren-Mercedes lahm. Als der Weltmeister von 2009 am Nachmittag mit dem Vergleichstest mit unterschiedlichen Reifenmischungen beginnen wollte, stand sein Auto erneut.

Button: "McLaren-Taktik ist richtig"

"Wir warten auf Ersatzteile", stöhnte Button. "Ich hoffe Lewis kommt morgen und übermorgen mehr zum Fahren." Erweist es sich jetzt doch als Nachteil, dass McLaren die Premiere des neuen Autos verzögert hat? "Unsere Taktik war richtig", beharrt Button. "Mit dem alten Auto in Valencia haben wir uns voll auf die Pirelli-Reifen konzentriert."

So langsam wird Button unruhig. 54 Runden an einem Tag sind zu wenig, wenn man wie McLaren nur zwölf Testtage vor dem ersten Rennen zur Verfügung hat. "Mein Rekord bis jetzt waren 77 Runden. Uns fehlen im Vergleich zur Konkurrenz Kilometer. Ich war bis jetzt noch nicht in der Lage, unterschiedliche Abstimmungen zu probieren, um das Auto richtig kennenzulernen. Das ist ein Handikap."

Toro Rosso macht eine gute Figur

Button kann seinen McLaren deshalb im Vergleich zu seinem Umfeld noch nicht einschätzen. Er lässt sich dennoch nicht durch die Kaffeesatzleserei der Experten nervös machen. "Vergesst die Rundenzeiten. Ich glaube nicht, dass Ferrari um 0,6 Sekunden langsamer als Red Bull ist, so wie es heute in der Zeitentabelle steht. Im Gegenteil: Der Ferrari schaut für mich unheimlich stark aus. Seine Rundenzeiten sind extrem konstant. Auch der Toro Rosso macht eine gute Figur. Wir sind noch weit weg, aber es sind ja auch noch nicht alle Teile am Auto."

Eigentlich müsste die Charakteristik der Pirelli-Reifen Buttons Fahrstil entgegenkommen. Keiner zirkelt sein Auto mit so wenig Lenkbewegungen durch die Kurven. Keiner geht so sorgsam mit den Reifen um wie er. Button winkt ab: "Mein Fahrstil wird nur zu einem Joker, wenn mein Auto auch gut ist. Im Augenblick blicke ich aber noch nicht durch, wie mein Auto mit den Reifen umgeht. Wir haben einfach noch zu wenig Daten. Das einzige, was ich sagen kann ist, dass die Hinterreifen stark nachlassen und die Vorderreifen leicht körnen. Das scheint aber bei allen so zu sein."

Neues Heft
Top Aktuell Chase Carey - Toto Wolff - Lewis Hamilton - Jean Todt - FIA - Preisverleihung - St. Petersburg FIA-Preisverleihungsgala WM-Pokale für die Sieger
Beliebte Artikel Sebastian Vettel Barcelona Test - Tag 2 Vettel erneut Spitze in Barcelona McLaren MP4-26 McLaren MP4-26 Der neue McLaren in der Technikkritik
Anzeige
Sportwagen Lexus RC F Track Edition Lexus RC F Track Edition (2019) Mit 500 PS auf die Piste McLaren 720S Spider McLaren 720S Spider Supersportwagen als Cabrio
Allrad Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro, Exterieur, Heck SUV Neuzulassungen November 2018 Audi und Porsche unter Druck Erlkönig Land Rover Defender 110 Erlkönig Land Rover Defender (2020) Der Landy kehrt zurück!
Oldtimer & Youngtimer Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker BMW 507 Graf Goertz Die teuersten Promi-Autos 2018 2,6 Millionen für Goertz-507