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GP Saudi Arabien
Lando Norris - McLaren - GP Saudi-Arabien - Jeddah - Qualifikation - Samstag - 4.12.2021 xpb
Max Verstappen - Red Bull - GP Saudi-Arabien - Jeddah - Qualifikation - Samstag - 4.12.2021
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McLarens Pechsträhne geht in Saudi-Quali weiter

McLarens Pechsträhne geht weiter Q2 als Genickbrecher

GP Saudi-Arabien 2021

Drei Trainings lang suchte McLaren nach der richtigen Abstimmung. Ingenieure und Fahrer fanden sie rechtzeitig. Dennoch lief die Qualifikation nicht nach Plan. Daniel Ricciardo ramponierte im Q2 den Unterboden. Lando Norris verschoss einen Satz der weichsten Mischung.

Es läuft nicht in den letzten Wochen für McLaren. Die Leichtigkeit, die das Team bis zum GP Russland ausgezeichnet hatte, ist verschwunden. Das Glück ist nicht mehr auf der Seite des zweitältesten Rennstalls. So ist es eben manchmal im Sport. In den letzten drei Rennen sammelte McLaren nur vier Punkte. Ferrari ist in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft enteilt. Und auch in Saudi-Arabien will es für McLaren nicht nach Plan laufen.

Der Speed war da, um mit beiden Autos in den letzten Durchgang der Qualifikation einzuziehen. Um "Best of the rest" hinter Mercedes und Red Bull zu werden. Den Platz nahm allerdings Charles Leclerc im Ferrari ein. Lando Norris fehlten nur 0,126 Sekunden auf das rote Auto. Der kleine Unterschied macht drei Startpositionen aus.

Daniel Ricciardo - McLaren - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - Freitag - 3.12.2021
Motorsport Images
Daniel Ricciardo kletterte nach dem zweiten Durchgang aus seinem McLaren MCL35M.

McLaren splittet Taktik

Teamkollege Daniel Ricciardo scheiterte bereits im zweiten Teil der Quali. Ein halbes Zehntel schneller, und der Australier hätte im Q3 um bessere Startpositionen kämpfen können. Das Q2 war der Genickbrecher für McLaren. Beide sollten auf den Mediumreifen eine Runde weiterkommen. Keiner schaffte es mit der anfangs vorgegebenen Taktik. "Im ersten Run ist bei Lando leider eine gelbe Flagge dazwischen gekommen", bedauert Teamchef Andreas Seidl.

Der Engländer unternahm einen zweiten Versuch. Diesmal jedoch auf der weichsten Mischung. Norris sprang ins Q3. Er ist in den Top 10 allerdings der einzige Pilot, der auf dem rotmarkierten Pirelli-Reifen startet. Das könnte ein Grip-Vorteil auf dem kurzen Weg in die erste Kurve sein. Jedoch womöglich ein Nachteil über die Distanz. "Wir haben uns für den sicheren Weg entschieden. Das bringt uns ein paar Startplätze. Am Sonntag könnten wir den Preis dafür bezahlen", fürchtet der WM-Fünfte.

McLaren splittete die Strategie. Ricciardo blieb auch für den zweien Run auf den Mediumreifen, allerdings brachte ihn ein Fehler um den Lohn. Setup-Änderungen hatten den MCL35M beflügelt, doch der achtmalige GP-Sieger setzte es nicht um. "Ich habe mir leider den Unterboden auf dem Randstein von Kurve zehn beschädigt." Danach schliff der Unterboden auf den Geraden auf dem Asphalt. "Die Planke setzte dauernd auf. Das hat ihn Zeit gekostet. So machte es keinen Sinn", meldete Seidl. Ricciardo brach die Runde ab, und rutschte als Elfter raus.

Der Kerb in der zehnten Kurve ist ein etwas ungewöhnlicher. Norris stellte fest: "Er ist nach innen gewölbt. Ein gerader wäre an dieser Stelle besser. So fährst du drüber und musst über den Randstein wieder zurück. In einem Formel 1-Auto geht das. Für die Formel 2 finde ich das gefährlich. Ein Standard-Kerb der FIA wäre sicherer." Ricciardo urteilt: "Ja, er ist ungewöhnlich. Aber es wäre langweilig, wenn auf jeder Strecke dieselben Randsteine liegen würden."

Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - Freitag - 3.12.2021
Wilhelm
Bei McLaren läuft es seit ein paar Wochen nicht mehr wie gewohnt.

Kein Vergleich zu Macau

Das Auto war konkurrenzfähig, doch Norris beeinträchtigt. "Er hatte nur noch einen frischen Satz der weichen Mischung übrig. Das hat ihn in Q3 beeinträchtigt", sagt der Teamchef. "Weder er noch Daniel konnten das volle Potenzial unseres Autos zeigen." Das wäre ein möglicher Platz in der zweiten oder dritten Reihe gewesen. Doch mit nur einem Schuss in Q3 platzierte sich der 22-Jährige an siebter Stelle.

Nicht wenige hatten McLaren auf der Vollgasstrecke als Geheimfavorit auf der Rechnung. In diese Rolle schlüpfte der Traditionsrennstall nicht. Obwohl der Volllastanteil mit fast 80 Prozent extrem hoch ist, und es viele schnelle Kurven gibt. Doch die werden oft mit Vollgas durchfahren. Der Motor setzt das Limit, und nicht immer der Grip. Die paar mittelschnellen Kurven schmecken dem McLaren nicht. Das Auto würde sich außer Kurve 1 und 27 noch ein paar härtere Bremszonen wünschen. "Wir sind wie üblich mittendrin im engen Kampf im Mittelfeld."

Die Strecke hat es den Fahrern angetan – so wie den anderen Piloten im Feld. Obwohl es ein paar kritische Stimmen gibt, die vor Gefahren warnen. Dann zum Beispiel, wenn ein Fahrer verunfallt, von der Streckenbegrenzung zurück auf die Piste geschleudert wird, und hinter einer blinden Ecke strandet. "Ich weiß nicht, wo die Linie verlaufen sollte zwischen einem anspruchsvollen Stadtkurs und ausreichend Auslaufzonen", sagt Norris schulterzuckend. "Ich will nicht schlecht über diese coole Strecke sprechen. Ich kann nicht sagen, dass ich mich bisher in Gefahr gesehen habe. Ich hatte bisher keine Bedenken", sagt Ricciardo.

Dann noch der Vergleich mit Macau. Norris kennt sich aus. "Macau ist viel enger. Dort gibt es überhaupt keinen Auslauf. An ein paar Stellen wechselt dort der Streckenbelag. Hier fahren wir auf einem der glattesten überhaupt. Das Griplevel ist unglaublich hoch, und in Macau ist das Gegenteil der Fall. Es gab bisher so wenige Unfälle, weil hier die besten Fahrer der Welt am Werk sind."

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