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Reifenpoker geht auf

McLaren hat alles richtig gemacht

McLaren hatte mal wieder seine leuchtend roten Sieger T-Shirts ausgepackt. Teamchef Martin Whitmarsh sonnte sich in einem Erfolg, an den er 24 Stunden zuvor noch nicht so recht glauben mochte. Da bereitete die Reifenwahl noch Kopfschmerzen.

Sieger haben es gut. McLaren konnte nach dem Rennen getrost von sich behaupten, alles richtig gemacht zu haben. Martin Whitmarsh ging aber nicht so weit wie es sein Vorgänger Ron Dennis getan hätte. Nämlich, dass er alles schon am Samstag gewusst hätte. Auch für Whitmarsh traten einige Dinge überraschend ein.

Jenson Button hat die Reifenstrategie perfekt umgesetzt

Zum Beispiel, dass der harte Reifen schlechter war als sein Ruf. Sebastian Vettel, Mark Webber und Robert Kubica kamen nur weinige Runden nach den McLaren zum Reifenwechsel an die Box. "Es hatte sich bereits am Freitag angedeutet, dass auch der harte Reifen auf dieser Strecke kritisch ist. Dass es so dramatisch wird, war nicht zu erwarten", urteilte Whitmarsh. Button hatte eine andere Theorie: "Die sind viel zu wild gefahren. So wie Webber an mir vorbei geschossen ist, dachte ich mir gleich, dass die Dinger nicht lange halten."
 
McLaren lotste Button und Hamilton schon in den Runden sechs und sieben an die Box. Warum so früh? "Einmal, weil die Reifen begannen, abzubauen. Dann, weil wir dank unserer GPS-Navigation eine Lücke im Verkehr entdecken konnten. Das war unser Glück." Dann lobte Whitmarsh seine Fahrer: "Sie haben unsere Strategie perfekt umgesetzt. Besonders Jenson. Als wir gesehen haben, dass Alonso und er auf Chandhok auflaufen, haben wir ihm gesagt, dass es jetzt eine Chance gibt, Fernando zu überholen. 30 Sekunden später war er vorbei."

Button und Hamilton mussten die Reifen schonen

Ein Restrisiko blieb. Durch den frühen ersten Boxenstopp war klar, dass Hamilton und Button mit dem dritten Satz Reifen über eine lange Distanz gehen müssten. "Eigentlich wollten wir einem Satz nicht mehr als 30 Runden aufbürden, aber es hat sich schnell gezeigt, dass die Reifen mit zunehmender Gummiauflage ein immer leichteres Leben haben würden."
 
Um auf der Strecke nicht Positionen einzubüßen, holte McLaren seine Fahrer in den Runden 26 und 27 ein zweites Mal zum Reifenservice an die Box. Kurz nachdem Hamilton wieder auf die Strecke ging, hörte er am Funk: "Lewis, du musst jetzt 44 Runden lang auf diesen Reifen draußen bleiben. Übertreibe es nicht. Wann immer du kannst, musst du die Reifen schonen." Von Reifenflüsterer Button wusste man: Der kriegt es schon irgendwie hin.
 
Aufregung gab es beim ersten Boxenstopp, als sich Alonso und Hamilton ein Duell in der Boxengasse lieferten. Bei Ferrari grummelte man, dass McLaren seinen Fahrer nicht hätte losschicken dürfen, da Alonso gerade heranbrauste. Whitmarsh widerspricht: "Das war nicht gefährlich. Die Boxengasse in Montreal ist sehr breit. Wir können nicht warten, bis die Boxengasse komplett frei ist. Die Leute wollen ein gutes Rennen sehen, und hier bekamen sie eine exzellente Show geboten."

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