McLaren

Sieg in Monaco ist Pflicht

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Für Lewis Hamilton ist der GP Monaco das Rennen des Jahres. Der Engländer gewann in Monte Carlo in jeder Kategorie, nur der erste Formel 1-Sieg lässt noch auf sich warten.

Nach Triumphen im Formel Renault, in der Formel 3 und GP2 rechnete Hamilton im Vorjahr fest mit seinem Premierensieg in der Formel 1. Doch am Ende stand Teamkollege Fernando Alonso ganz oben auf dem Podest. Weil McLaren seinen Jungstar im Finale der 78-Runden-Schlacht zurückgepfiffen hatte, kam es im Team der Silberpfeile zum ersten großen Krach. Diesmal will Hamilton den "gestohlenen Sieg" nachholen.

McLaren mit Aufwärtstrend

Er fühlt sich wohl im Leitplankenkäfig zwischen Rascasse und Mirabeau. Doch sein McLaren lahmt in diesem Jahr auf langsamen Streckenteilen. Die McLaren-Ingenieure sind dem Problem auf der Spur und schrittweise finden sie Lösungen dafür. "Wir haben in Istanbul im langsamen Streckensektor immer noch Zeit auf die Ferrari verloren, aber der Abstand war im Vergleich zu den Rennen davor schon geringer", stellte Hamilton nach dem GP Türkei fest.

McLaren hatte sich verbessert, ohne viel am Auto geändert zu haben. Manchmal machen auch kleine Dinge den Unterschied. Die Analyse der Barcelona-Zeiten förderte zu Tage, dass die Silberpfeile den Großteil ihrer Zeit auf der Bremse und in den engen Kurven verloren. Modifikationen am Bremssystem und ein neuer Ansatz bei der Abstimmung des Autos ließen die Silberpfeile besser aussehen als bei den letzten drei Rennen. "Die Reifen liefern jetzt konstanter Grip", erklärte McLaren-Direktor Martin Whitmarsh.

Lenkradakrobat im Silberpfeil

Hamiltons wilder Fahrstil war auf den schnellen Strecken eher kontraproduktiv. In der Türkei kostete er ihn sogar den Sieg. Er war zu einer Dreistopp-Strategie gezwungen, weil im Training der rechte Vorderreifen Auflösungserscheinungen zeigte. In Monte Carlo könnte die gekonnte Lenkradakrobatik Hamilton zum Matchwinner machen. Wer sich in den engen Häuserschluchten mit einem leicht übersteuernden Auto wohl fühlt, ist der König. Untersteuern killt in Monte Carlo jede Rundenzeit, auch wenn es dem Fahrer ein Gefühl von Sicherheit vermittelt.

Für McLaren-Mercedes ist Monte Carlo fast schon die letzte Chance, nach vier Ferrari-Siegen in Folge das Ruder noch einmal herumzureißen. Wenn auch die nächsten zwei Grand Prix in Monaco und Kanada nach Maranello gehen, dann wäre das psychologisch ein großer Vorteil für die Roten. Genau diesen beiden Strecken erlitten sie 2007 ihre bittersten Niederlagen. Ein guter Startplatz ist in Monaco die halbe Miete. Dazu muss der Reifen schnell auf Temperatur kommen. Da sieht McLaren seinen Vorteil, denn das ist der Schwachpunkt des großen Rivalen Ferrari.

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