Indien als Test für McLaren

"Probieren neue Abstimmungen"

Sergio Perez - McLaren  - Formel 1 - GP Indien - 25. Oktober 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Für McLaren geht es nur noch um die goldene Ananas. Wenn nicht noch ein Erdrutsch passiert, dann wird das Team Platz 5 in der Konstrukteurs-Wertung belegen. Das schafft Raum für Experimente. Die McLaren-Piloten wurden mit völlig neuen Abstimmungen ins Training geschickt, um für 2014 zu lernen.

Jenson Button ahnte bereits nach dem ersten Rennen in Melbourne: "Das wird ein schweres Jahr. Wenn dein Auto so weit zurückliegt, ist es fast unmöglich, diesen Rückstand während des Jahres wieder aufzuholen."

Nach internen Berechnungen hat McLaren den Rückstand auf Red Bull von 1,5 auf 1,1 Sekunden verkürzt. "An Ferrari und Mercedes sind wir dichter dran", sagt Button. Trotzdem reicht es nicht für Podiumsplätze. Und warum hat McLaren nicht wie bei früheren Gegelegenheiten das Ruder herumgerissen? Buttons Antwort: "Weil es das letzte Jahr eines auslaufenden Reglements war. Die Autos waren ausentwickelt. Da konnte man keine großen Sprünge mehr machen."

Frontflügel-Entwicklung für 2014

Wenn schon ein schlechtes Jahr, so Button, dann war 2013 die ideale Saison dazu. Weil sich nächstes Jahr alles ändert. Und weil McLaren jetzt ohne Druck für 2014 experimentieren kann. Die unterschiedlichen Frontflügel-Konfigurationen, die in den letzten Rennen getestet wurden, machen nur auf den ersten Blick keinen Sinn. Der Frontflügel schrumpft nächstes Jahr in der Breite von 180 auf 165 Zentimeter.

"Aber der Mittelteil bleibt gleich. Alle Turbulenzen, die am Übergang zwischen dem genormten und dem freien Teil entstehen, werden uns auch 2014 verfolgen", erklärt Teamchef Martin Whitmarsh. "Deshalb betreiben wir in dem Bereich bereits Entwicklung für die kommende Saison."

McLaren probiert unterschiedliche Fahrwerks-Setups

Im Freitagstraining zum GP Indien weitete McLaren die Experimente auch auf die Fahrzeugabstimmung aus. Dazu Button: "Wir probieren hier Setups, die wir vorher nie gefahren sind. Wenn du nichts zu verlieren hast, kannst du dir dieses Risiko leisten." Das bezog sich auf  Fahrwerksabstimmungen. Also Bodenfreiheit, Rollsteifigkeit, Federweg.

Außerdem spielte McLaren in der ersten Trainingssitzung mit zwei unterschiedlichen Frontflügeln herum. Der eine, intern FW3G genannt, ist ein Flügel für wenig Abtrieb. Mit ihm führte McLaren die Top-Speed-Rangliste an. Der andere mit dem Code FW4 kam bereits in Korea und Japan zum Einsatz.

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