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McLaren stellt sich neu auf

Porsche-Mann Seidl zu McLaren

Ein Bayer geht nach England. Andreas Seidl wird neuer Teamchef von McLaren. Der ehemalige LMP1-Chef von Porsche berichtet direkt an McLaren-Direktor Zak Brown. Seidl hat die Aufgabe, das zuletzt schwächelnde Formel 1-Team wieder auf Kurs zu bringen.

Das Motorsportjahr 2019 ist noch jung, und schon gibt es an der Spitze der Teams zwei wichtige Personalrochaden. Zu Beginn der Woche verkündete Ferrari einen Management-Wechsel. Technikchef Mattia Binotto löst Rennleiter Maurizio Arrivabene ab. Nur drei Tage später lässt auch McLaren die Katze aus dem Sack. Der ehemalige Porsche-LMP1-Chef Andreas Seidl soll den leck geschlagenen Formel 1-Tanker von McLaren wieder auf Kurs bringen.

McLaren beendete die Formel 1-Saison 2018 zwar als Sechster in der Konstrukteurs-Wertung, schlug sich aber in der zweiten Saisonhälfte mit Williams und Toro Rosso am Ende des Feldes herum. Das soll, das muss sich aus Sicht von McLaren-Direktor Zak Brown ändern. Deshalb heuerte er den Mann an, der Porsche in der Sportwagen-WM drei Mal zum WM-Titel und in Le Mans drei Mal zum Gesamtsieg geführt hat.

Seidl wird der Chef aller Chefs

Seidl wird offiziell „managing director“ des Formel 1-Teams. Er berichtet direkt an Zak Brown. Der neue Technikchef James Key, Produktionschef Simon Roberts und Einsatzleiter Paul James erstatten Seidl Rapport. Die Ingenieure Andrea Stella und Pat Fry arbeiten James Key zu. Wann genau Seidl in seiner neuen Rolle mit der Arbeit beginnen kann, steht noch nicht fest. Idealerweise vor Saisonbeginn. Die Formel 1 ist dem 43-jährigen Bayer aus Passau nicht neu. Er arbeitete von 2000 bis 2009 im Formel 1-Projekt von BMW, die letzten drei Jahre davon als Einsatzleiter an der Rennstrecke.

Seidl meinte zu seiner Nominierung respektvoll: „Es ist ein Privileg und Herausforderung zugleich. Ich bin dazu bereit. Die Gelegenheit, an der Geschichte von McLaren mitzuarbeiten ist speziell und inspirierend.“ Seidl ist überzeugt: „McLaren hat die Vision, die Führungsqualitäten, die Erfahrung und noch viel wichtiger die Menschen um an die Spitze zurückzukehren. Ich kann es nicht mehr erwarten, mit meinen neuen Kollegen bei McLaren die Arbeit aufzunehmen.“

Zak Brown glaubt, sich einen großen Fisch geangelt zu haben: „Wir sind glücklich, dass Andreas zu McLaren kommt, um das Formel 1-Team technisch und sportlich zu leiten. Das ist ein weiterer Schritt in unserem Restrukturierungsplan und Teil einer Langzeit-Strategie, die uns in andere Serien des Motorsports expandieren lassen soll. Andreas ist ein Anführer, der in allem, was er bisher angefasst hat, Erfolg hatte.“

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