Fernando Alonso - McLaren-Honda - GP Mexiko 2017 - Qualifying xpb
Vettel - Verstappen - GP Mexiko 2017 - Qualifying
Fans - GP Mexiko 2017 - Qualifying
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Sebastian Vettel - Ferrari - GP Mexiko 2017 - Qualifying 42 Bilder

McLaren übt in Mexiko-Qualifying für das Rennen

Die Gala-Vorstellung des Fernando Alonso

McLaren wird beim GP Mexiko wegen diverser Motorstrafen von weit hinten starten. Trotzdem war der Samstag für die Truppe aus Woking nicht verloren. Fernando Alonso machte die Show, Stoffel Vandoorne übte für das Rennen. Zum Ärger der Konkurrenz.

Manchmal kann es auch ein Luxus sein, wenn man von ganz hinten starten muss. Dann kann man die Qualifikation relaxter angehen und sie als eine Art Testfahrt nutzen. Stoffel Vandoorne zum Beispiel übte am Samstag schon für Sonntag, war mit vollen Tanks unterwegs und trainierte an der Boxenausfahrt Starts. Was der Konkurrenz nicht gefällt. „Damit stehen sie den Fahrern im Weg, die eine schnelle Runde fahren wollen. Du musst deine ganze Quali-Strategie auf zwei Fahrer ausrichten, von denen du nicht weißt, was sie vorhaben“, regt sich Force India-Teammanager Andy Stevenson auf.

Fernando Alonso ging im Q1 auf Jagd nach der Bestzeit. Der Spanier drehte mit 1.17,710 Minuten die fünftschnellste Rundenzeit. Zwei Zehntel hinter den zwei Mercedes, eine Zehntel hinter Max Verstappen und Sebastian Vettel. Und das in einem McLaren-Honda. Auf einer Strecke mit einer 1,2 Kilometer langen Geraden. In Sektor 2 mit drei langsamen und vier schnellen Kurven stellte Alonso mit 29,803 Sekunden die absolute Bestzeit im Q1 auf. Sie war nach dem Q3 immer noch gut für Platz 7. Ein Ausrufezeichen von einem Mann, den man gerne wieder in einem Siegerauto sehen würde. Und ein Beweis dafür, dass Alonso im richtigen Auto immer noch um GP-Siege und WM-Titel mitfahren würde.

Alonso lobt den McLaren und zählt die Motorstrafen auf

Alonso hielt sich mit Selbstlob diesmal auffallend zurück. Er machte dafür dem McLaren MCL32 ein Kompliment: „Heute hatte ich das beste Chassis im Feld. Ich bin zwei Mal eine fast identische Rundenzeit gefahren. Zwei Zehntel von einem Mercedes weg. Das ist unglaublich. Wir wissen, wo wir unsere Zeit verlieren und wo wir sie gewinnen. Alle Updates, die wir zuletzt ans Auto gebracht haben, funktionieren auf den Punkt.“

Fernando Alonso - McLaren-Honda - GP Mexiko 2017 - Qualifying
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Fernando Alonso zog in Q1 eine große Show ab.

Das macht Lust auf mehr für die Saison 2018 mit einem Renault-Motor im Heck. Alonso sieht die letzten drei Rennen im Honda-V6 deshalb auch nicht als Folter an: „Ich genieße diese drei Rennen trotz aller Motorstrafen. Weil ich den Fortschritt beim Auto spüre und das ein gutes Zeichen für nächstes Jahr ist.“

Dann rieb der Spanier dem Honda-Personal ohne Mitleid die Serie der Motorpanne unter die Augen. „Wir haben in den letzten sieben Rennen fünf Mal Motorstrafen kassiert. In Spa, in Monza, in Japan, in den USA und in Mexiko. Solche Tage wie heute, sind unsere kleinen Siege. Sie zeigen, dass wir nie aufgeben.“ Honda-Rennleiter Yusuke Hasegawa zeigte sich untröstlich: „Wir sind tief beschämt, dass es wieder zu Motorstrafen kam.“ Der Tausch der Motoren vor dem Wochenende hatte auch taktische Gründe. „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Antriebskomponenten drei Wochenenden durchhalten. Weil wir uns in Mexiko nicht so viel ausgerechnet hatten, haben wir hier neue Aggregate eingeführt und können davon jetzt bis zum Saisonende zehren.“ Offenbar hatte Honda aufgrund der Erfahrungen der beiden letzten Jahre die Qualitäten des Pakets in Mexiko unterschätzt. Alonso zeigte mit seinen Q1-Runden, dass es beide McLaren-Honda ohne Motorstrafen ins Q3 hätten schaffen können.

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