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Carlos Sainz - GP Abu Dhabi 2019
Stoffel Vandoorne - Fernando Alonso - McLaren - GP Brasilien 2018
McLaren - Formel 1 - GP Spanien 2017
McLaren - MP4-31 - Technik - F1 2016 55 Bilder

Formel 1 Team

McLaren F1 Team

McLaren wurde 1963 vom neuseeländischen Rennfahrer Bruce McLaren gegründet. Das Team aus Woking wurde einer der erfolgreichsten Rennställe der Formel 1-Geschichte. Nur der ewige Rivale Ferrari kann mehr Siege in der Königsklasse vorweisen.

Nach einigen mageren Jahren begann die McLaren-Erfolgsgeschichte mit zwei Fahrertiteln durch Emerson Fittipaldi und James Hunt Mitte der 70er. Firmengründer Bruce McLaren konnte die großen Jahre leider nicht mehr miterleben. Er starb 1970 bei CanAm-Testfahrten im englischen Goodwood.

McLaren wurde in einer Schwächephase Anfang der 80er Jahre von Ron Dennis übernommen. Das Team zog in die neue Zentrale nach Woking und wenige Jahre später sollte sich auch der Erfolg wieder einstellen. 1984 bis 1986 wurden Titel mit Porsche-Turbo-Motoren gesammelt. Ende der Achtziger waren die damals rot-weißen Boliden mit Honda-Power erfolgreich.

In diesen Jahren fuhren so bekannte Namen wie Niki Lauda, Alain Prost oder Ayrton Senna für McLaren. Mitte der 90er Jahre hatte man allerdings gegen das starke Williams-Team keine Chance. 1995 folgte der Wechsel des Motoren-Lieferanten. Die neuen Aggregate für McLaren sollte anschließend Mercedes liefern. Mit einem Wechsel der Werbepartner folgte 1997 auch eine neue Lackierung. Seitdem ist McLaren mit dem heute bekannten silber-schwarzen Farbschema unterwegs.

Zwei McLaren-Titel durch Mika Häkkinen

Mit Mika Häkkinen folgten kurz vor dem Jahrtausendwechsel noch einmal zwei Highlights für McLaren. Der Finne konnte 1998 und 1999 den Fahrertitel für die „neuen“ Silberpfeile gewinnen. Auch den achten – und bisher letzten – Konstrukteurspokal konnte sich Dennis in die Vitrine in Woking stellen.

Anschließend folgte erneut eine Dürrephase, in der man Ferrari und Renault die Titel überlassen musste. Der bisherige Tiefpunkt der Firmengeschichte folgte 2007. Im Zuge der Spionage-Affäre wurden McLaren alle Punkte in der Team-Wertung gestrichen. Der Rennstall wurde zu einer Strafe in Höhe von 100 Millionen US-Dollar verurteilt.

Dazu kamen teaminterne Streitigkeiten zwischen dem neuen Fahrerduo Lewis Hamilton und Fernando Alonso. Am Ende der Saison 2007 besaß Hamilton trotzdem die große Chance auf den Titel. Durch taktische Fehler des Teams sowie technische Probleme beim Saisonfinale musste sich der Brite am Ende mit einem Punkt geschlagen geben. Nur ein Jahr später glückte dann der zweite Anlauf, als Hamilton mit einem Punkt vor Felipe Massa den zwölften WM-Titel für McLaren errang.

Nach dem erfolgreichen Ende der Saison 2008 folgte wieder ein enttäuschendes Jahr für McLaren. Schon bei Test im Winter zeigte sich der MP4-24 nicht konkurrenzfähig. Zunächst verschlief man die Entwicklung des Doppeldiffusors, dann sorgte die Lügen-Affäre um Lewis Hamilton für Schlagzeilen. Der Weltmeister hatte in Melbourne die FIA-Kommissare belogen und wurde nachträglich aus der Wertung genommen.

Dennis gibt Staffelstab an Whitmarsh weiter

2009 wurde zu einem der aufregendsten Jahre in der McLaren-Historie. Der langjährige Teamchef Ron Dennis überließ Martin Whitmarsh das Zepter am Kommandostand und am Ende der Saison verabschiedete sich auch der langjährige Partner Mercedes. Der Autohersteller verkaufte seine Anteile am Rennstall und übernahm die Mehrheit bei Brawn GP.

Trotz schlechten Starts gelang es Lewis Hamilton, immerhin zwei Rennen zu gewinnen. Dabei verbuchte der Engländer den ersten Sieg aller Zeiten mit einem Hybrid-Auto in Ungarn. Rang drei in der Konstrukteurswertung konnte die hohen Ansprüche des Rennstalls zwar nicht erfüllen, am Ende ließ man aber immerhin Konkurrent Ferrari hinter sich.

2010 wollte McLaren wieder groß angreifen. Mit Jenson Button verpflichtete man den amtierenden Weltmeister. Zusammen mit Lewis Hamilton besaß man ein schlagkräftiges Duo. Doch erneut konnte das Auto die Erwartungen nicht ganz halten. Zwar bewiesen die McLaren-Ingenieure mit der Entwicklung des F-Schachts Kreativität, doch gegen den übermächtigen Red Bull blieb am Ende nur Rang zwei in der Teamwertung.

Dieses Kräfteverhältnis änderte sich auch 2011 nicht. Zwar konnte Jenson Button mit starken Leistungen den Vizetitel verbuchen, gegen Sebastian Vettel war allerdings kein Kraut gewachsen. Nach einem katastrophalen Testwinter mussten die Entwickler ständig aufholen. Zwar konnte man die Lücke zu Red Bull bei einigen Rennen schließen, am Ende blieb aber wieder nur Rang zwei im Konstrukteurspokal.

Hamilton verlässt McLaren

Auch 2012 wurde es nicht besser. Das Auto war zu Beginn und am Ende der Saison zwar das schnellste im Feld, dazwischen sorgten Pech mit Kollisionen und Probleme mit der Zuverlässigkeit immer wieder für unnötigen Punkteverlust. Der dritte Platz in der Teamwertung war aber nicht der einzige Grund zum Ärgern. Im September verkündete McLaren-Zögling Lewis Hamilton, dass er den Rennstall verlässt und zu Mercedes wechselt.

Der Abgang von Hamilton pünktlich zum 50. Firmenjubiläum war in der Saison 2013 allerdings das geringste Problem von McLaren. Der neue MP4-29 blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Alle Bemühungen, den Chrompfeil flott zu bekommen, blieben erfolglos. Button und Neuzugang Sergio Perez blieben komplett ohne Podium – das gab es bei McLaren zuletzt 1980. Obwohl das Auto die Hauptschuld an der Misere trug, wurde Perez nach nur einem Jahr ausgewechselt.

Als Sündenbock wurden Teamchef Martin Whitmarsh abgestempelt. Der Brite musste das Team verlassen und wurde durch den Franzosen Eric Boullier ersetzt, der von Lotus nach Woking wechselte. Der starke Mann im Rennstall hieß aber eigentlich Ron Dennis. Nach einigen Jahren in der Versenkung mischte sich der Boss auch wieder persönlich mehr ins Tagesgeschäft ein.

McLaren-Junior Kevin Magnussen sollte an der Seite von Button auf Punktejagd gehen. Doch nach einem sensationellen Start mit Rang 2 beim Debüt in Australien zeigte die Formkurve des Dänen schnell wieder nach unten. Am Ende des Jahres hatte Button das Duell gegen den Rookie klar gewonnen. Von den Siegen und Titelambitionen war McLaren aber wieder weit entfernt. Nur knapp setzte man sich am Ende gegen Force India im Kampf um Rang 5 in der WM-Wertung durch.

Startschwierigkeiten beim Honda-Comeback

Allerdings war 2014 für das Traditionsteam von Anfang an nur als Übergangsjahr geplant. Schon früh wurde eine neue Motor-Kooperation mit dem alten Partner Honda für das Jahr 2015 vereinbart. Zum Start in die neue Ära konnte Ron Dennis einen echten Superstar im Cockpit verpflichten. Fernando Alonso, den man nach der Saison 2007 noch vom Hof gejagt hatte, feiert sein Comeback.

Doch der zweifache Weltmeister erlebte zusammen mit Teamkollege Jenson Button ein Jahr des Grauens – und das in der 50. Formel 1-Saison seit der Gründung. Das Unheil begann schon in den Wintertests, als sich Alonso bei einem Unfall in Barcelona eine schwere Gehirnerschütterung zuzog. Der Spanier musste das erste Rennen deshalb auslassen. Viel verpasste er dabei aber nicht. Der Honda-Motor zeigte sich PS-schwach und unzerverlässig. Die vielen Startplatz-Strafen wegen des übermäßigen Einsatzes von Ersatzteilen machten McLaren zum Gespött im Fahrerlager.

Die Piloten nahmen die sportliche Krise mit Galgenhumor. Als der McLaren in Brasilien mal wieder unplanmäßig auf der Strecke stehenblieb, setzte sich Alonso in einen Campingstuhl und sonnte sich. Am Ende landete das Traditionsteam auf Rang 9 in der Teamwertung. Nur der kleine Manor Marussia-Rennstall war noch schlechter.

Mit Platz 6 im Jahr 2016 schien es etwas voranzugehen, doch der Honda-Motor kam immer noch nicht auf Touren. Der komplette Absturz folgte 2017, als das ehemalige Weltmeisterteam wegen des Leistungsdefizits bis auf Rang 9 fiel. Noch während der Saison zog die Teamführung die Reißleine. McLaren stieg aus dem laufenden Vertrag aus und wechselte zu Renault. Auch personell wurde es turbulent. Der langjährige Firmenchef Ron Dennis musste nach einer Schlammschlacht gehen. Mittlerweile schwingt der US-Amerikaner Zak Brown das Zepter in Woking.

Mit Renault ging es 2018 zwar ein wenig besser, aber die Ergebnisse waren immer noch weit entfernt von den eigenen Ansprüchen. Am Ende standen nur 62 WM-Punkte und Platz 6 im Konstrukteurspokal zu Buche. Innerhalb des Teams wurden viele Positionen neu besetzt. Die wichtigen Personalien wurden am Ende des Jahres bekannt. Fernando Alonso hatte die Geduld verloren und gab seinen Posten an Rookie Lando Norris freiwillig ab. Der glücklose Stoffel Vandoorne wurde durch Carlos Sainz ersetzt. Und auch ein neuer Teamchef wurde gefunden. Der ehemalige Porsche-LMP1-Boss Andreas Seidl soll das Schiff in Woking künftig wieder auf Kurs bringen.

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