Mehr Power für Fisichella

Foto: Wolfgang Wilhelm 70 Bilder

Renault bringt in Imola eine neue Motorenausbaustufe an den Start, die aber nur Giancarlo Fisichella erhält. Weltmeister Alonso muss ebenso wie McLaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen mit gebrauchtem Achtzylinder antreten.

Eigentlich war der Einsatz des neuen B-Spec-Motors bei Renault erst für den 7. Mai vorgesehen, um Michael Schumacher das Heimspiel auf dem Nürburgring zu versauen, doch die Renault-Spitze entschied, den ersten Einsatztermin vorzuziehen. Durch den Motorschaden in Bahrain war Giancarlo Fisichella aus dem normalen Rhythmus geraten, bei dem nur alle zwei Rennen der Motor gewechselt werden darf.

Während Teamkollege Fernando Alonso mit seinen Gebrauchtmotor auf der Vollgaspiste von Imola eher schonend umgehen muss, kann der Römer bei seinem Heimspiel nicht nur mit frischem Achtzylinder angasen, der neue Motor ist auch noch um einiges potenter. "Ich habe einen frischen Motor mit etwas mehr Power. Das verschafft mir eine fantastische Chance", sagt Fisico.

Denis Chevrier, Renaults Motorenchef an der Rennstrecke, erwartet von dem neuen Aggregat im Training wie im Rennen eine sichtbare Steigerung. "Wir haben die Leistung mittels höherer Drehzahlen gesteigert, aber auch die Füllung der Zylinder und die Verbrennung optimiert", sagt der Franzose. Chevrier erwartet, dass Fisichella in der Qualifikation um einige Zehntel schneller fahren kann. Fernando Alonso erhält den neuen Motor wie geplant am Nürburgring.

Ferrari darf wieder frei drehen

Durch das Beheben der Kolbenprobleme können die Ferrari-Motoren in Imola immerhin wieder frei drehen. Das Drehzahllimit von 18.800/min ist aufgehoben, nun darf wieder bis 19.200/min gejubelt werden. Sowohl Felipe Massa als auch Michael Schumacher dürfen nach ihren Ausfällen in Melbourne ohne Strafe mit frischen Achtzylindern an den Start gehen.

Das Gleiche gilt für Jenson Button, der in Australien auf der Zielgeraden drei Punkte herschenkte, um als ausgefallen gewertet zu werden. So kann auch die Honda-Hoffnung ohne Strafversetzung um zehn Startplätze antreten und versuchen, endlich den ersten Sieg eines Honda-Chassis seit vier Jahrzehnten an Land zu ziehen.

Räikkönen mit "altem" Motor

Frische Motoren bekommen auch die beiden BMW-Lenker Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve sowie die Williams von Mark Webber und Nico Rosberg. Sie waren beide in Melbourne ausgefallen (Getriebe und Kollision). "Um die bestmögliche Zuverlässigkeit zu gewährleisten, treten beide Fahrer mit frischen CA2006-Motoren der Serie zwei an", sagt Cosworth-Chefingenieur Simon Corbyn.

Während auch Juan Pablo Montoya nach seinem Elektronik-Defekt in Australien seinen Mercedes-V8 wechseln darf, hat der WM-Zweite Kimi Räikkönen das Nachsehen. Er muss wie Fernando Alonso mit gebrauchtem Triebwerk vorlieb nehmen.

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