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Mercedes - Schwarze Lackierung - W11 - 2020
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Mercedes-F1-Team als AMG-Labor

Formel-1-Ausstieg vom Tisch

Mercedes hat gegenüber Investoren seine neue Unternehmensstrategie vorgestellt. Dabei wurde verkündet, dass das Unternehmen weiter auf die Formel 1 setzt. Die Zusammenarbeit des Rennstalls mit der Sportwagenmarke AMG soll intensiviert werden.

Nachdem Honda vergangene Woche überraschend das Ende seines Formel-1-Programms angekündigt hatte, bekamen auch die Gerüchte über einen möglichen Ausstieg von Mercedes bzw. einen Verkauf des Teams an private Investoren neue Nahrung. Doch nun dürfte es sich ausspekuliert haben.

Mercedes hat in seiner Investoren- und Analystenkonferenz am Dienstag (6.10.) ein klares Bekenntnis zum Engagement in der Königsklasse abgegeben. So beinhaltet die neue Strategie neben dem verstärkten Fokus auf elektrische Antriebe auch einen Wachstumsplan bei den Untermarken AMG, Maybach, EQ und G.

Konkret heißt das für die Formel 1: Um den Verkauf der Sportwagen von AMG weiter anzukurbeln, soll die Tochter aus Affalterbach künftig noch enger mit dem Rennstall verzahnt werden. Weil auch AMG demnächst auch verstärkt Autos mit elektrifizierten Antrieben im Programm haben wird, bietet sich hier vor allem eine tiefergehende Kooperation mit dem "High Performance Powertrains" (HPP) Motorenwerk in Brixworth an.

Mercedes AMG Petronas F1-Team Logo
Mercedes
Im offiziellen Teamlogo des Mercedes-F1-Rennstalls nimmt AMG bereits eine prominente Rolle ein.

Verbindung zu AMG wird intensiviert

Die Verantwortlichen der Formel 1 haben bereits weitere Kostensenkungen bei der Entwicklung der V6-Triebwerke angekündigt. So könnten überschüssige Ressourcen bei HPP künftig in Projekte für die Serienentwicklung verlagert werden. Die britische Dependance wäre mit ihrem Know-How bei den Hybrid-Komponenten dann eine Art Versuchslabor für die Ingenieure in der schwäbischen Zentrale.

In bestem Marketing-Deutsch heißt es im offiziellen Strategie-Plan: "AMG ist mit der Elektrifizierung des Portfolios ab 2021 für die nächste Stufe bereit. Die Verbindung der Sub-Marke mit der Formel 1 soll im kommenden Jahr intensiviert werden, um der Identität als High-Performance-Marke stärker Rechnung zu tragen."

Ein erstes Produkt, das die Zusammenarbeit der beiden Partner bereits hervorgebracht hat, ist der Mercedes-AMG Project One. Der Supersportler mit dem komplizierten Formel-1-Antrieb soll nach einigen Verzögerungen bei der Entwicklung nun 2021 endlich auf den Markt kommen.

Mercedes-AMG Project One
Daimler
Der Mercedes-AMG Project One ist das erste "Abfallprodukt" der Kooperation zwischen F1-Motorenschmiede und Affalterbach.

Mercedes rückt aus dem Fokus

Konkrete neue Projekte konnten auf Nachfrage von auto motor und sport allerdings noch nicht genannt werden. Die intensivere Zusammenarbeit wird den Formel-1-Fans aber zumindest optisch nicht verborgen bleiben. Der nächstjährige Silberpfeil soll etwas prominentere AMG-Logos verpasst bekommen.

Ein Nebenprodukt der neuen Strategie-Ausrichtung ist, dass die Hauptmarke Mercedes etwas aus dem Fokus und damit auch aus der Schusslinie rückt. Das ist bei den harten Einsparprogrammen im Zuge der Corona-Krise sicher nicht ganz unerwünscht. Aus einem ähnlichen Grund dürfte Renault sein Formel-1-Programm auch der Untermarke Alpine zugeschanzt haben.

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