Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Italien - Monza - 2. September 2017 sutton-images.com
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Impressionen - Formel 1 - GP Italien - Monza - 2. September 2017
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Mercedes bärenstark im Regen

Hamilton geht übers Wasser

Lewis Hamilton ist der Regen-König von Monza. Bei feuchten Bedingungen im Qualifying konnte dem Rekord-Pole-Setter keiner das Wasser reichen. Nach dem Husarenritt fehlten dem Briten die Worte.

Vor dem Qualifying sah man im Mercedes-Lager einige Sorgenfalten. Keiner wusste, wie gut der Silberpfeil auf feuchter Strecke gehen würde. Doch nach der Session, die wegen Dauerregens mehr als zweieinhalb Stunden unterbrochen wurde, sah man im Mercedes-Lager ausschließlich strahlende Gesichter.

Teamchef Toto Wolff überschlug sich mit Lob, nachdem Hamilton mit 1,2 Sekunden Vorsprung auf Pole Position gerast war: „Nach der langen Wartezeit haben die Fans doch noch eine gute Show für ihr Eintrittsgeld bekommen. Es war eine brillante Runde nach einem Qualifying, in dem er durchweg der Schnellste war. Es war zweifelsohne eine Performance, die es wert war, den ewigen Pole Position-Rekord zu brechen.“

Hamilton ist nun mit 69 Pole Positions alleiniger Inhaber der Bestmarke. Michael Schumacher (68) konnte der Brite hinter sich lassen. Nach dem Erreichen der historischen Marke rang der Mercedes-Pilot nach den richtigen Worten: „Ich habe gehört, dass dieser Rekord in der Formel 1 nur selten von einem Fahrer zum anderen gewechselt ist. Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe. Aber Vettel ist auch nicht weit entfernt. Ich werde also dran arbeiten, die Marke noch weiter auszubauen.“

Hamilton im Regen in eigener Liga

Hamilton wird nicht nur als Quali-Spezialist in die Geschichte eingehen, sondern auch als Regen-König. In Monza bewies der dreifache Weltmeister mal wieder seine Extraklasse. Während sein Teamkollege Probleme hatte, die Regenreifen im richtigen Moment auf Temperatur zu bringen, schwebte Hamilton förmlich über das Wasser. „Wie so oft bei alten Rennstrecken, findet man den besten Grip abseits der Ideallinie. Das war bei den Sichtbedingungen nicht so einfach. Aber es hat richtig Spaß gemacht, die richtige Linie zu suchen“, verriet Hamilton sein Geheimnis.

Hamilton und Bottas zeigten sich überrascht, dass der Vorsprung vor Ferrari bei feuchten Bedingungen noch größer war als bei trockenen Bedingungen. Dass die Ingenieure ein spezielles Regen-Setup verwendet haben, wurde aber verneint: „Man stimmt das Auto immer für trockene Bedingungen ab. Nur wenn man weiß, dass das ganze Wochenende nass wird, wählt man vielleicht etwas weichere Federn“, erklärte Hamilton. „Hier hat das Auto nicht nachgegeben. Man muss den Bullen dann richtig zähmen und in einen Groove kommen. Man muss die etwas trockeneren Stellen finden und darf nicht zu spät bremsen. Ich liebe diese Herausforderung.“

Bottas mit Problemen im Q3

Bottas blieb nach der Pleite von Spa schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche blass. Im Gegensatz zum GP Belgien wusste der Finne aber wenigstens, woran es lag, dass er am Ende 2,5 Sekunden langsamer war als der Teamkollege: „In meinem ersten Run mit Regenreifen konnte ich die Gummis nicht richtig auf Temperatur bringen. Im zweiten Versuch am Ende habe ich dann in Kurve 1 und Kurve 4 zu spät gebremst. Da musste ich die Runde abbrechen.“

Der WM-Dritte hat den Sieg trotz Startplatz 4 aber noch nicht aus den Augen verloren. „Ich will natürlich möglichst schnell an Ocon im Force India und Stroll im Williams vorbei. In Sachen Pace sollten wir da einen ordentlichen Vorteil haben.“ Für Hamilton wird vor allem wichtig sein, dass Bottas den Ferrari Punkte klaut. WM-Rivale Sebastian Vettel startet nur von Position 6. Wenn es so bleibt, würde der Heppenheimer die WM-Führung abgeben müssen.

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