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Barcelona F1-Test 2011
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Mercedes-Bestzeit

Schumacher überrascht die Konkurrenz

Mercedes wird über Nacht vom Sorgenkind zum Mitfavoriten. Michael Schumacher fuhr am Freitagmorgen eine sensationelle Bestzeit. auto motor und sport.de hat die Hintergründe zu der Leistungssteigerung.

Um 11.16 Uhr ging am Freitag (11.3.) ein Raunen durch das Fahrerlager. Michael Schumacher war mit 1.21,268 Minuten eine überragende Bestzeit gefahren. Fünf Zehntel schneller als Sergio Perez am Vortag. Mit der Reifenmarke soft. Perez hatte seine Rundenzeit mit den extraweichen Supersoft-Reifen erzielt, die auf eine Runde noch schneller sind, aber nicht so lange halten.

Schumacher schneller als Red Bull

Sebastian Vettel war seinen Bestwert von 1.21,865 Minuten am Mittwoch wie Schumacher mit der Gummimischung "soft" gefahren. Aber eben sechs Zehntel langsamer als Schumacher. Mercedes-Rennleister Norbert Haug warnt vor allzu großer Euphorie: "Ich bin mir sicher, dass der Sebastian noch eine Sekunde schneller kann, wenn er will."

Zuerst hatten die Zweifler noch gemutmaßt, dass Schumacher auf seiner Superrunde die Schikane ausgelassen hat. Das war ihm am Vormittag einmal passiert, worauf die Rundenzeit gestrichen wurde. Doch diesmal war alles in Ordnung. Die Mechaniker hatten sogar den alten Frontflügel an das Auto geschraubt. Das Auto war damit besser ausbalanciert.

Brawn hofft auf Mercedes-Überraschung in Melbourne

Michael Schumacher wird seine Aussage vom Vortag korrigieren müssen. Da hatte er gemeint: "Wir haben noch kein Siegerauto. Aber wir werden in Melbourne eine ordentliche Figur abgeben." Teamchef Ross Brawn meinte kurz darauf: "Ich hoffe, wir können Michaels Einschätzung widerlegen."

Das Superhirn wusste offenbar mehr. Norbert Haug bleibt auf der vorsichtigen Seite: "Vielleicht muss man den Favoritenkreis erweitern. Wir wollen jetzt aber nicht übermütig werden. Michaels Zeit muss noch in Dauerläufen bestätigt werden."

Mercedes-Strategie geht auf

Soviel steht fest: Mercedes hat einen Riesensprung nach vorne gemacht. Mindestens um eine Sekunde, und das quasi über Nacht. "Alles, was die Simulationen versprochen haben, ist auf der Rennstrecke angekommen", freute sich Norbert Haug. Auspuff, Unterboden, Heckflügel, Leitbleche und Motorabdeckung sind neu. Mit dem Frontflügel wird noch experimentiert.

"Unsere Strategie, die Testphase mit einem Basisträger zu beginnen war richtig", bilanziert Norbert Haug. "So haben wir unseren Ingenieuren fünf Wochen mehr Entwicklungszeit gegeben."

Renault scheint überholt

Bislang stufte man die Silberpfeile auf dem Niveau von Renault ein. Eine Dreiviertelstunde später begab sich Nick Heidfeld auf Zeitenjagd. Der Renault-Pilot schob sich mit 1.22,073 Minuten auf den zweiten Platz. Acht Zehntel Rückstand. Das ist in der Formel 1 eine Welt. Jetzt wartet alles auf einen Konter von Red Bull und Ferrari.

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