Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - 3. Juli 2016 xpb
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Rosberg bekommt 10-Sekunden-Strafe

Rosberg ist sich keiner Schuld bewusst

Der Krieg der Sterne ist in vollem Gange. In der letzten Runde zum GP Österreich kollidierten die beiden Mercedes-Piloten in Kurve 2. Rosberg rutschte auf Platz 4 ab, Hamilton siegte. Beide plädieren auf ihrer Unschuld. Die Sportkommissare waren sich dagegen einig: Sie sprachen Rosberg eine 10-Sekunden-Strafe aus.

Lewis Hamilton und Nico Rosberg werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Nachdem die Silberpfeile sich zuletzt in Barcelona am Start beharkten, verlegten die beiden Streithähne ihr Tete-a-Tete dieses Mal in die letzte Runde. In Kurve 2 krachte es. Lewis Hamilton startete einen Angriff auf der Außenbahn, Rosberg verteidigte sich. Die Autos der beiden berührten sich, wobei sich Rosberg den Frontflügel abfuhr und am Ende bis auf Rang vier abfiel. Hamilton sah die Zielflagge als Sieger.

Rosberg sieht keinen Fehler

Im Nachhinein geben sich beide als Unschuldslämmer und sehen die Schuld jeweils beim anderen. „Ich war innen, ich hatte das Recht mich zu verteidigen – auch abseits der Ideallinie“, sagte ein sichtlich gereizter Rosberg im Gespräch mit Journalisten. „Es war zu jeder Zeit genug Platz. Ich bin niemandem reingefahren.“ Selbst die Bremsproblem-Theorie verlor an Substanz, weil Rosberg selbst sagte: „Ich hatte das Auto zu jeder Zeit unter Kontrolle und kein Verbremser oder so etwas.“

Hamilton sah den Vorfall freilich anders: „Nico hat in Kurve 1 einen Fehler gemacht und ist über den Kerb gekommen. Ich war in Kurve 2 dran. Ich bin außen so weit wie möglich gefahren, habe viel Platz gelassen. Da hätten drei Autos reingepasst. Ich war am Streckenrand und als ich eingelenkt habe, sind wir kollidiert.“

Rosberg fühlt sich als Opfer

Genau da sieht Rosberg das Problem. Er wollte zwar nicht offen zugeben, dass er dem Stallrivalen zu 100 Prozent die Schuld gibt, sagte aber auch: „Hätte er nicht eingelenkt, wäre das nicht passiert.“ Allerdings muss man sich fragen, wie Hamilton sonst die Kurve hätte bekommen sollen. „Ich war derjenige, der darunter gelitten hat, nicht er.“

Offenbar suchte Rosberg nach dem Rennen das Gespräch mit Hamilton. Doch der amtierende Weltmeister hatte keinen Bedarf. „Es gibt nichts zu diskutieren“, sagte er. „Ihr konntet alle sehen, was passiert ist.“ Auf dem Siegerpodest wurde Hamilton sogar von den Zuschauern ausgebuht. Den Grund dafür kann er nicht ganz verstehen. Es kümmert den Briten aber auch nicht sonderlich. „Das hat mich nicht getroffen. Ich habe all meine Fans mit den Kappen gesehen und bekomme immer wieder Zuspruch von ihnen.“

Wer hat nun Recht? Die Sportkommissare entschieden: Rosberg hat die Kollision verursacht. Er bekam eine 10-Sekunden-Strafe nach dem Rennen, bleibt jedoch auf Platz vier gelistet. Die Begründung: Hamilton hatte die Nase deutlich vor Rosberg. Und Rosberg hat Hamilton nicht genug Platz gelassen. Zudem kassierte er zwei Strafpunkte und eine Verwarnung, weil er mit dem beschädigten Auto noch weiter fuhr und nicht anhielt. Nachdem sich einige Experten die Onboard-Aufnahmen von Rosbergs Auto angesehen hatten, kamen sie ebenfalls zum Schluss: Rosberg hat einfach nicht eingelenkt.

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Wieder Ärger im Mercedes-Lager.

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