Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 28. April 2018 xpb.cc
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WM-Führung für Hamilton

Hoffnung auf Doppelsieg zerschlagen

Nach der finalen Safety Car-Phase und dem missglückten Angriff von Sebastian Vettel auf Valtteri Bottas rechnete sich Mercedes einen Doppelsieg aus. Daraus wurde nach dem Reifenschaden von Bottas nichts.

Drei Rennen musste der amtierende Weltmeister ausharren, ehe man in Baku den ersten Sieg der Saison einfahren konnte. Lewis Hamilton bescherte den Silberpfeilen den Triumph und übernahm mit vier Punkten Vorsprung die Fahrer-WM vor Sebastian Vettel. Doch den Sieg erbte er eigentlich nur. Zuvor waren Vettel und sein Teamkollege Valtteri Bottas die heißesten Anwärter auf das oberste Treppchen.

Erst Vettel, dann Bottas im Pech

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 28. April 2018
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Lewis Hamilton feierte mit der Mannschaft seinen Sieg.

Nach der sieben Runden dauernden Safety Car-Phase, die zunächst durch den Red Bull-Unfall ausgelöst wurde und durch Romain Grosjeans Missgeschick verlängert wurde, erwischte es erst Vettel und dann Bottas. Die Überholattacke von Vettel auf Bottas nach dem Restart schlug mit einem Verbremser fehl, er fiel auf Rang vier zurück. Einige Augenblicke lang war man bei Mercedes im Glauben nun einen Doppelsieg heimfahren zu können. Doch dann flogen hinten rechts bei Bottas die Fetzen. Er hatte ein Trümmerteil aufgesammelt und sich damit einen Reifenschaden eingehandelt. Hamilton musste es nur noch nach Hause fahren.

„Das war eine demütige Erfahrung“, sagte Hamilton. „Es war so ein crazy und spannendes Rennen. Ich gebe nie auf, ich habe immer gepusht. Für den Sieg bin ich unendlich dankbar, ich beschwere mich nicht, dass ich gewonnen habe. Als ich aus dem Auto gestiegen bin, habe ich gleich nach Valtteri gesucht.“ Der 33-Jährige wusste, dass er gegen den Finnen nichts mehr auszurichten gehabt hätte. „Ein Doppelsieg wäre ein großartiges Ergebnis für das Team gewesen. Ohne den Reifenschaden hätte ich ihn in den verbleibenden Runden nicht einholen können.”

Trümmerteil von Kollision

Wie das Unglück passierte, konnte Hamilton aus der Verfolgerperspektive aber nicht klar erkennen. “Ich war auf der rechten Seite vor der schnellen Linkskurve, deshalb kann ich nicht genau sagen, woher das kam”, sagte Hamilton. Ungewöhnlich ist, dass in der Safety Car-Phase offenbar die Strecke nicht komplett gereinigt wurde, sondern irgendwo noch ein Teil herumgelegen sein muss. Man hörte es war ein Metallteil vor der Boxengassen-Einfahrt, was vermutlich von einer Kollision eine Runde nach dem Restart zwischen Pierre Gasly und Kevin Magnussen stammte.

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 28. April 2018
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Valtteri Bottas war nah am Sieg dran - und dann bitterlich enttäuscht.

„Ich bin absolut untröstlich und es schmerzt sehr”, sagte Bottas. “Aber das gehört zum Rennsport dazu. Einige Tage sind gut, andere schlecht und manche eben sehr schlecht. Ein kleines Trümmerteil hat mein gesamtes Wochenende zerstört. Bis zu dem Reifenschaden war es ein gutes Rennen für uns.”

Safety Car-Phase als Segen

Bottas setzte auf eine andere Strategie als Hamilton. Der Mann mit der Startnummer 44 musste schon in Runde 22 von Supersoft auf Soft wechseln. Beim Anbremsen wurde er von einer Windböe erwischt, was ihm einen Bremsplatten einbrachte. Bottas holte man hingegen nicht rein, weil er immer noch schnelle Rundenzeiten erzielte. „Wir ließen ihn auf der Strecke, weil er den Vorsprung auf Vettel ausbaute und mit einer Schlussattacke auf den UltraSofts vielleicht noch eine Siegchance hatte”, meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Die finale Safety Car-Phase war quasi sein Ticket zum Sieg – hätte er sich doch im Vergleich zu Vettel und Hamilton einen Stopp gespart. Doch dann kam der Reifenschaden.

Obwohl Hamilton nun die Fahrer-WM anführt und ein Doppelsieg möglich gewesen wäre, ist sich Mercedes der Gefahr von Ferrari bewusst. “Es scheint so, als ob Ferrari noch immer das bessere Auto hat. Sie hatten etwas mehr Abtrieb dieses Wochenende weshalb sie etwas langsamer auf den Geraden waren, aber schneller in den Kurven. Im Mittelsektor waren es immer drei bis vier Zehntel, die wir nicht aufholen konnten. Ihr Paket passte wirklich zur Strecke.”

Zudem war Hamilton mit seiner eigenen Leistung nicht ganz zufrieden. „Ich habe im Qualifying einen guten Job gemacht – aber es gab viele Fehler im Rennen, was eher untypisch für mich ist, aber ich hatte Probleme mit dem Auto, mit den Reifen und das nehme ich nicht auf die leichte Schulter.”

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