Nico Rosberg - Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - 3. Juli 2016 xpb
Daniil Kvyat - Toro Rosso - Formel 1 - GP Österreich - 2. Juli 2016
Carlos Sainz - Toro Rosso  - Formel 1 - GP Österreich - 2. Juli 2016
Carlos Sainz - Toro Rosso  - Formel 1 - GP Österreich - 2. Juli 2016
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Mercedes erwägt Stallorder

"Das darf nicht passieren"

Nach der Kollision zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg kochten die Emotionen bei Mercedes hoch. Motorsport-Chef Toto Wolff denkt darüber nach, solche Situationen zukünftig mit Stallorder zu vermeiden.

Die Mercedes-Häuptlinge Niki Lauda und Toto Wolff müssten diese Situation mittlerweile schon gewöhnt sein. Sie stehen vor ihren Bildschirmen und sehen dabei zu, wie sich ihre beiden Fahrer gegenseitig in die Kiste fahren. So wieder einmal beim GP Österreich geschehen. In der letzten Runde. Das Worst-Case-Szenario ereignete sich zuletzt in Barcelona und bereits einige Male zuvor. Ein Anblick, den Wolff mittlerweile nicht mehr sehen kann.

Es gehören immer zwei dazu

„Ich habe es einfach satt, das zu analysieren“, sagte Wolff nach dem Rennen. „Das darf einfach nicht passieren. Nach Barcelona dachten wir eigentlich, sie haben daraus gelernt.“ Die Schuld wollte der Mercedes-Motorsportchef jedoch keinem von beiden öffentlich geben. „Es gehören immer zwei dazu. Und es kann immer damit enden, dass beide ausfallen. Eine Kollision ist in jedem Team ein No-Go.“

Bisher betonte Mercedes stets stolz, dass man seine Fahrer im Sinne des Sports gegeneinander fahren lässt. Doch nun zieht ein anderer Wind auf. „Wir müssen nun alle Möglichkeiten in Betracht ziehen“, meint Wolff. „Eine davon ist Stallorder.“ Doch würden die zwei Rivalen überhaupt darauf hören? Da macht sich ihr Chef keine Sorgen: „Ja! Und das muss man in Großbuchstaben schreiben.“

Hamilton gegen Stallorder, Rosberg ohne Protest

Lewis Hamilton und Nico Rosberg haben gespaltene Meinungen dazu. Hamilton sieht sich als leidenschaftlicher Racer. „Ich will Rennen fahren. Als ich das Manöver zwischen Rubens Barrichello und Michael Schumacher hier gesehen habe, war ich als Fan enttäuscht. Stallorder willst du nie. Niki und Toto lassen uns seit drei Jahren frei fahren. Das ist eben nicht immer eitel Sonnenschein. Ich hoffe, dass sich das nicht ändert.“

Rosberg, der als WM-Führender natürlich in der komfortableren Position ist, würde hingegen nicht murren. „Toto und Paddy sind sehr kompetent. Ich würde es akzeptieren. Das habe ich nicht unter Kontrolle“, sagt der 30-Jährige.

Schnelle Entscheidung muss her

Was die Fahrer dazu sagen, interessiert Wolff aber herzlich wenig. „Wir treffen eine Entscheidung unabhängig davon, was die Fahrer wollen. Es ist aber noch nichts entschieden. Es kommen alle Möglichkeiten auf den Tisch. Und es gibt keine heilige Kuh.“

Eine Lösung muss jedenfalls schnell gefunden werden. Denn schon am kommenden Wochenende steht das Rennen vor der eigenen Haustür in Silverstone an. Die Vertragsverhandlungen mit Rosberg sollen indes von dem Zwist in Spielberg unberührt bleiben.

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