Nico Rosberg GP Australien 2012 xpb
Michael Schumacher GP Australien 2012
Sebastian Vettel GP Australien 2012
Schumacher & Vettel GP Australien 2012
Red Bull Fan GP Australien 2012
Timo Glock GP Australien 2012 60 Bilder

Mercedes-Fehlstart

Silberne Podiumsträume zerplatzt

Mercedes war mit großen Hoffnungen in die Saison gestartet. Doch in Melbourne fuhren die Silberpfeile eine herbe Auftaktpleite ein. Bei Rosberg spielten die Reifen verrückt. Bei Schumacher verhinderte das Getriebe einen möglichen Podestplatz.

Nach dem guten Qualifying begann auch das Rennen für die beiden Silberpfeil-Piloten verheißungsvoll. Als die Lichter ausgingen schoss Nico Rosberg von Startplatz sieben auf Rang vier nach vorne. Teamkollege Michael Schumacher konnte den Lotus von Romain Grosjean überholen und sich auf Rang drei setzen.

Unerwartete Probleme bei Mercedes

Doch die Freude der Silberpfeil-Fans vor den Bildschirmen währte nicht lange. Zuerst ging Sebastian Vettel mit einem beherzten Manöver an Rosberg vorbei. Wenig später hatte der Red Bull auch den zweiten Mercedes hinter sich gelassen. Was zunächst wie ein Fahrfehler des Rekordchampions aussah, entpuppte sich schnell als ein Getriebeproblem.
 
"Ich habe in der ersten Kurve den Weg durch die Wiese gewählt, um einen Dreher zu vermeiden", erklärte Schumacher anschließend. Der dritte Gang war steckengeblieben. Schumi konnte sich nur noch im Kriechgang an die Box schleppen.

Der Fehler kam völlig unerwartet. "Die Zuverlässigkeit steht für mich außer Frage. So ein Problem hatten wir die ganzen Wintertests nicht gehabt", zuckte Schumi mit den Schultern. Mercedes-Sportchef Norbert Haug fügte an: "Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal ein Getriebeschaden hatten. Vielleicht mal leicht erhöhte Temperaturen. Aber nicht so etwas."

Rosberg kämpft mit Reifenverschleiß

Von der Box aus musste Schumi zuschauen, wie sich Rosberg verzweifelt gegen die Angriffe der Konkurrenz wehren musste. "Seine Reifen sind aus dem Arbeitsfenster gefallen", erklärte Teamchef Ross Brawn nach einer ersten Analyse. "Wir müssen jetzt herausfinden, woran das lag."

Nur Felipe Massa musste noch früher zum ersten Stopp als Rosberg. Bei Mercedes war man ratlos. "Bei den Testfahrten konnten wir bei den Renndistanzen konstante Rundenzeiten fahren. Und die Strecke in Barcelona ist sicher kein schlechter Gradmesser. Wir müssen das jetzt untersuchen. Vielleicht hat es ja nur eine kleine Ursache. Vielleicht sieht es in Malaysia schon wieder ganz anders aus."
 
Haug warnte, das Ergebnis von Australien überzubewerten: "Melbourne ist eine besondere Strecke. Ich glaube nach wie vor, dass das Auto schnell ist. Das müssen wir nur über eine 20-Runden-Distanz sehen."
 
Zum Überfluss verlor Nico Rosberg in der Schlussrunde auch noch die letzten WM-Punkte. Auf Rang neun liegend kollidierte der 24-Jährige mit dem Sauber von Sergio Perez und schlitze sich den Reifen auf. Auf Rang zwölf schleppte sich Rosberg über die Linie.

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