Mercedes - GP Frankreich 2018 sutton-images.com
Ferrari - GP Frankreich - Paul Ricard - Formel 1 - 21. Juni 2018
Toro Rosso - GP Frankreich - Paul Ricard - Formel 1 - 21. Juni 2018
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Frankreich - Paul Ricard - Formel 1 - 21. Juni 2018
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Frankreich - Paul Ricard - Formel 1 - 21. Juni 2018
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Mercedes hält den Ball flach

Ferrari Favorit in Frankreich

Mercedes gibt die Favoritenrolle an Ferrari ab. Nach der Niederlage von Montreal will keiner im Team Paul Ricard mit Barcelona vergleichen, wo die Silberpfeile alles in Grund und Boden fuhren.

Auf dem Papier müsste Mercedes beim GP Frankreich Favorit sein. Das Streckenlayout ist so flüssig wie Barcelona. Der Asphalt ist von der gleichen Machart wie in Barcelona. Die Lauffläche der Pirelli-Reifen ist wieder um 0,4 Millimeter dünner – genau wie in Barcelona. Und wer hat beim GP Spanien gewonnen? Richtig, Mercedes. Es war die beste Vorstellung der Silberpfeile in diesem Jahr. Ferrari und Red Bull waren chancenlos.

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas wollen nichts davon wissen, dass die Papierform für sie spricht. „Wir sehen Ferrari als Favorit“, reicht Bottas den Druck weiter. Hamilton bestätigt: „So denken wir nicht. Es gibt keinen Automatismus, der uns Paul Ricard gewinnen lässt, nur weil wir in Barcelona gewonnen haben. Ich schätze mal, dass die anderen aus ihren Fehlern gelernt haben.“

Sebastian Vettel kann das unterschreiben: „Es gibt keinen Grund, warum wir an diesem Wochenende nicht zurechtkommen sollten. Wir haben ein gutes Auto. Barcelona war für uns ja auch nur ein Problem im Rennen. Wir haben unsere Schlüsse daraus gezogen. Auch was den Umgang mit den Reifen angeht. Egal, wie dünn sie sind.“

Mercedes wie die deutsche National-Elf

Valtteri Bottas - Mercedes - GP Frankreich 2018
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Ist Paul Ricard mit Barcelona vergleichbar? Bottas sagt nein!

Bei Mercedes wirkt die Niederlage von Montreal noch nach. Nichts ist mehr garantiert. Bottas wirft ein: „Der Asphalt in Paul Ricard ist nicht der gleiche wie in Barcelona. Er ist an vielen Stellen geflickt. Und die Reifen sind auch nicht die gleichen. Wir fahren hier weichere Mischungen.“ Deshalb lassen sich auch keine voreiligen Schlüsse ziehen. Vor dem GP Kanada hat auch jeder im Team geglaubt, man könne dieses Rennen gewinnen. Es kam anders.

Hamilton verrät, dass es letzte Woche mehrere Meetings in Brackley gab. Bei der großen Bestandsaufnahme kam alles auf den Tisch. Das hört sich ja fast so an wie bei der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach der Pleite gegen Mexiko. „Wir haben uns alle zusammengesetzt und waren kritisch mit uns selbst. Dabei kam heraus, dass wir alle besser sein hätten können, mich eingeschlossen.“

Deshalb schmerzt die Niederlage von Kanada Hamilton auch so. „Es tut immer weh, wenn du dir hinterher sagen musst, dass du nicht an deinem Potenzial gefahren bist.“ In seinem Fall waren es kleine Setup-Änderungen nach dem dritten Training. „Sie haben mich auf dem falschen Fuß erwischt, und ich habe nicht mehr zurückgefunden.“

Spec-1-Motor kein Problem?

Zur Motorfrage wollte Hamilton nichts beitragen. Noch ist immer unklar, ob der Spec2-Motor, der eigentlich schon für Kanada angekündigt war, in Frankreich zum Einsatz kommt: „Warten wir ab, was das Team morgen entscheidet. Ich vertraue ihrem Urteil.“ Im übrigen sei es ja gar nicht so schlimm, wenn er noch einmal den Spec 1-Motor nehmen müsse. „Der wäre ja dann ein frischer Motor und hätte mehr Power als die alten Exemplare von Kanada. Motorleistung war noch nie ein Problem für uns.“

Das hörte sich in Montreal aber noch ganz anders an. Da klagte Hamilton schon im Vorfeld, dass ihm im Kampf gegen Ferrari und Red Bull ein Zehntel fehlen wird. Und plötzlich spielt die Power keine Rolle mehr?

Müsste Mercedes das Upgrade erneut verschieben, dann wäre das ein Handikap für weitere sieben Rennen. In einem Kampf, bei dem es um jedes Hundertstel geht, muss das ein Nachteil sein. Hamilton schweift ab: „Wir haben das beste Team und waren die erfolgreichste Mannschaft dieser Ära. Nur Ferrari hat auf uns aufgeholt. Diese Weltmeisterschaft wird darüber entschieden, wer die wenigsten Fehler macht. Und da habe ich volles Vertrauen in unsere Jungs.“

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