Mercedes GP

Beten für schlechtes Wetter am Sonntag

Nico Rosberg - GP England - Qualifying - 9. Juli 2011 Foto: dpa 50 Bilder

Für Mercedes war in der Silverstone-Qualifikation mehr drin als nur die Plätze neun und 13 für Nico Rosberg und Michael Schumacher. Doch bei den Silberpfeilen zählen weniger die aktuellen Ergebnisse sondern mehr die langfristige Entwicklung.

Der Samstag verlief für Mercedes nicht wie geplant. Als Nico Rosberg im dritten Training an die Box kam, mussten die Mechaniker mit Feuerlöschern ausrücken. Am Heck des Silberpfeils waren Flammen zu erkennen. Für Michael Schumacher lief es ebenfalls bescheiden. Ein Hydraulikleck legte den Dienstwagen des Weltmeisters lahm.

Erster Auspuff-Test vielversprechend

Die Vorbereitung auf die Qualifikation hätte also besser sein können. Gerne hätte man mehr Kilometer unter trockenen Bedingungen zurückgelegt. Die Ingenieure benötigen Daten, um den neuen Auspuff und den neuen Unterboden zu verstehen. "Wir sind mit zwei Autos insgesamt nur eine Stunde auf trockener Piste gefahren", lächelte Ross Brawn etwas gequält.

Dennoch war der erste Eindruck von dem großen Update-Paket positiv. "Es hat auf jeden Fall größeres Potenzial als das alte System. Wir konnten das leider noch nicht beweisen, weil wir so wenig gefahren sind. Aber mit mehr Laufleistung kommen auch mehr Fortschritte, da bin ich sicher. In den nächsten Rennen kommen noch einige neue Teile, dann werden die Vorteile des neuen Systems noch größer."

Mercedes-Piloten wollen am Start angreifen

Trotz der Probleme hätte es schon in Silverstone relativ weit nach vorne gehen können. "In der zweiten Quali-Runde bin ich die fünftbeste Zeit gefahren. Das war denke ich auch repräsentativ", erklärte Nico Rosberg. Am Ende sprang aber nur Rang neun heraus. "Mir haben nur drei Kurven gefehlt. Da war es dann im Q3 zu nass, um die Zeit noch einmal zu verbessern."

Rosberg hofft, im Rennen noch ein paar Plätze gutzumachen. Auch Startexperte Michael Schumacher hat sich einiges vorgenommen. Er will auf den ersten Metern angreifen. "Der neue Ort der Zielgerade bietet mehr Optionen zum Überholen. In den Kurven drei, vier, fünf und sechs hat man viele Möglichkeiten. Wenn man bedenkt, dass wir mittendrin stehen, könnte das am Start unterhaltsam werden."

Reifenfrage wird interessant

Spannend wird auch die Reifenfrage. Trotz des schlechten Wetters konnte Ross Brawn schon ein paar Erkenntnisse vermelden. "Der Unterschied zwischen den beiden Mischungen beträgt etwa eine bis anderthalb Sekunden", rechnet der Teamchef vor. Wir sind am Vormittag mit viel Sprit gefahren. Da hat der weiche Reifen ganz vernünftig gehalten. In den ersten Runden ist er natürlich schneller. Ab der zehnten Runde gleichen sich die Zeiten an. Eine genaue Vorhersage ist aber schwierig. Das wird sicher interessant."

Am liebsten wäre Mercedes, wenn die Slicks gar nicht zum Einsatz kommen würden. Auf Regenreifen waren die Silberpfeile im Vergleich zur Konkurrenz besser unterwegs. "Im Nassen sah das Auto wirklich gut aus", berichtet Nico Rosberg. Und auch Schumi würde gerne wieder eine feucht-fröhliche Aufholjagd starten. "Wir beten für schlechtes Wetter."

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