Mercedes GP

Fortschritt trotz schlechter Punkteausbeute

Schumacher Rosberg Mercedes GP England 2012 Foto: Daniel Reinhard 96 Bilder

Mercedes ist in der Teamwertung weit entfernt vom angepeilten dritten Platz. Trotzdem beharrt man im Lager der Silberpfeile darauf, dass dieser Saison ein Fortschritt ist. Wir sagen Ihnen, warum.

Bei Mercedes ist aktuell der Wurm drin. In Silverstone und Hockeneheim sammelten die Silberpfeile nur 13 WM-Punkte. Im Konstrukteurspokal fiel man deutlich hinter die vier Spitzenteams Red Bull, Ferrari, McLaren und Lotus zurück. Und von hinten macht Sauber Druck. "Bis Valencia waren wir noch konkurrenzfähig. Seitdem sind wir etwas abgefallen", gibt Michael Schumacher zu.

Große Sorgen macht sich die Teamleitung allerdings nicht. "Wir liegen aktuell drei bis vier Zehntel hinter der Spitze", so Teamchef Ross Brawn. "Das nächste Update muss sitzen, um den Rückstand wieder aufzuholen." Vor der Sommerpause gibt es allerdings keine neuen Teile mehr. Die Wende ist also auf die zweite Saisonhälfte vertagt.

Schumacher spricht von Fortschritt

Auch bei den Piloten herrscht noch keine Alarmstimmung. Der Rückstand in der WM-Wertung sei nicht entscheidend. "Wir sind näher an der Spitze als im Vorjahr", erklärt Schumacher. "Da das Feld aber näher zusammengerückt ist, landet man mit einer halben Sekunde Rückstand aber leider nur noch auf Rang sieben. Ich würde es trotzdem als Fortschritt bezeichnen."

Auch Teamkollege Nico Rosberg macht sich keinen großen Kopf um den Konstrukteurspokal. "Das ist der einzige Bereich, wo man sagen kann, dass es nicht so läuft, wie wir uns erhofft haben, obwohl wir mehr Punkte haben als im letzten Jahr. Man muss einfach sehen, dass wir uns als Team gesteigert haben. Die Teamwertung ist nicht das Wichtigste. Alles, wo nicht die Eins davor steht, ist sowieso nicht das was wir anstreben." Sprich: Ob Dritter oder Fünfter ist auch egal.

Technik-Ausfälle sind größtes Problem

Laut Schumi haben vor allem die Technik-Ausfälle die Punktebilanz verhagelt. Dazu kommt noch die Reifenmisere. Noch immer haben die Ingenieure das Auto nicht 100 Prozent verstanden, gibt der Rekordweltmeister zu. "Es schwierig, das ganze Potenzial aus dem Auto herauszuholen. Kleine Änderungen am Setup können große Auswirkungen haben."

Auch in Ungarn sieht sich der Rekordchampion deshalb nicht chancenlos. Prognosen wollte er aber lieber nicht abgeben. "Ich habe momentan gar kein Gefühl, wo wir landen können." Vielleicht hilft ja auch der Regen zum Podiumsglück. Zuletzt schien der Silberpfeil auf feuchter Strecke konkurrenzfähiger als auf trockener Bahn. "Wir nehmen die Situation wie sie kommt. Da unser Auto aber etwas diffiziler abzustimmen ist, würde ich mir wünschen, dass wir unter den gleichen Bedingungen wie im Qualifying und im Rennen auch trainieren können."

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