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Formel 1 GP Spanien 2010
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Mercedes GP in Spanien 2010

Bittere Pille trotz Schumis Platz vier

Es war das beste Saisonergebnis von Michael Schumacher. Er hatte Nico Rosberg im Griff, machte die Pleite von Shanghai vergessen und holte als Vierter zehn WM-Punkte. Trotzdem war der Rekordmeister nicht zufrieden. Noch nie war der Abstand zur Spitze so groß.

Nach den freien Trainingssitzungen durfte Mercedes noch hoffen. Die Silberpfeile waren bei der Musik. Sieht man mal von den überirdischen Red Bull ab. Ferrari und McLaren schienen in Reichweite. Aber schon in der Qualifikation wurde klar, dass der Fortschritt des runderneuerten Mercedes GP W01 nicht ausreichen würde, um zu den Konkurrenten aufzuschließen.

Michael Schumacher fehlten 1,299 Sekunden auf die Pole Position. Der Abstand zu Red Bull war damit größer als je zuvor. "In Shanghai lag ich nur vier Zehntel hinter ihnen", schüttelte Nico Rosberg den Kopf. Von McLaren trennten Schumacher im Training vier, von Ferrari drei Zehntel. Auch nichts, worauf man stolz sein könnte.

Schumacher beim GP Spanien eine Minute zurück

Im Rennen kam es noch schlimmer. Schumacher erzielte zwar auf Platz vier sein bestes Saisonresultat, aber er hatte im Ziel einen Rückstand von 62 Sekunden auf Mark Webber. Das ist ein Klassenunterschied. Wäre Lewis Hamilton ins Ziel gekommen, hätten Mercedes 52 Sekunden auf McLaren gefehlt. Auf Alonso im Ferrari waren es 38 Sekunden.

Norbert Haug fasste knapp zusammen: "Michael hat das bestmögliche Ergebnis erreicht. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir zu langsam sind. So weit weg von den Gegnern waren wir noch nie." Da wittern Teams wie Renault, Force India oder Williams bereits wieder Lunte. "Drei Zehntel, und wir können mit den Mercedes mitfahren", freute sich Force India-Teamchef Otmar Szafnauer nach Adrian Sutils siebten Platz.

Button: "Mercedes mit null Grip in langsamen Kurven"

Auch Michael Schumacher ging mit seinem Rennen hart ins Gericht: "Wir konnten nur auf Ausfälle der anderen hoffen. Das gefällt mir nicht. Der Abstand zur Spitze ist einfach zu groß, um mit Platz vier zufrieden zu sein. Ich konnte nie richtig attackieren. Das macht mich nicht glücklich."

Jenson Button und Felipe Massa sahen, mit welchen Problemen Schumacher kämpfte. "Das Auto hatte in den langsamen Kurven null Grip. Ich musste Kreise um ihn fahren", berichtete Button. Schumachers schnellste Rennrunde sagt alles: Platz zehn, 1,2 Sekunden langsamer als Hamiltons Rekord. Mit den harten Reifen potenzierten sich die Probleme der Mercedes-Piloten. Das spricht dafür, dass die Silberpfeile ihre Sohlen ewig lang nicht auf Temperatur gebracht haben. Erst nach 20 Runden wurden die Rundenzeiten einigermaßen vertretbar. Viel zu spät, um nach vorne etwas auszurichten. Offenbar fehlt es dem Mercedes noch gravierend an Abtrieb.

Mercedes-Fortschritt nicht groß genug

Teamchef Ross Brawn flüchtete sich nicht in Ausreden: "Unser Fortschritt war nicht groß genug. Die Wettbewerber haben sich mehr gesteigert als wir. Da liegt noch viel Arbeit vor uns." Brawn und die Fahrer hoffen, dass sie ihr neues Paket noch nicht hundertprozentig verstehen und dass dieses Verständnis mit mehr Fahrpraxis kommt. Wer wie Mercedes an der Aerodynamik und Mechanik nachbessern muss, steht schnell im Wald.

Schumacher hofft für den GP Monaco am kommenden Wochenende: "Dass diese Strecke unserem Auto besser liegt als Barcelona." Wenn er sich da mal nicht täuscht. In Monte Carlo muss man auch mit den Außenseitern Renault und Williams rechnen. Und Mercedes fährt im Fürstentum wieder mit dem alten Modell. Die neue Version mit dem längeren Radstand hat für die engen Kurven zuwenig Lenkeinschlag.

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