Mercedes GP

Rosberg sieht positive Ansätze

F1-Test Barcelona 2011 Foto: xpb 74 Bilder

Nico Rosberg landete mit 3,9 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit am zweiten Testtag von Barcelona auf Rang acht. Trotzdem kann der Mercedes-Pilot positive Ansätze erkennen.

Es war der erste Tag der Phase zwei für Mercedes. 50 Prozent der Ausbaustufe, die den Silberpfeil siegfähig machen soll, feierten in Barcelona Premiere. Trotzdem landete Nico Rosberg mit einer Zeit von 1.25,807 Minuten nach exakt 100 Runden nur im hinteren Feld. Auf die Bestzeit von Sebastian Vettel fehlten 3,942 Sekunden.

Rosberg relativierte: "Ich bin den ganzen Tag mit viel Sprit im Tank und alten Reifen herumgefahren. Weil nur ein Teil der neuen Komponenten am Auto war, passte nichts zusammen. Das Paket funktioniert nur als Einheit. Dafür liegt die Rundenzeit im Rahmen der Dinge."

Rosberg hofft auf Wetter-Glück

Der Mercedes war nur ein halbes neues Auto. Frontflügel, Heckflügel und Bremsbelüftungen fehlten noch. Sie kommen am Donnerstag ans Auto, vielleicht auch erst am Freitag. "Wenn das Wetter nicht mitspielt, komme ich vielleicht gar nicht mehr dazu, das volle Paket zu fahren", fürchtet Rosberg angesichts des schlechten Wetterberichts für Samstag. Also muss Michael Schumacher an den nächsten beiden Tagen beweisen, ob der runderneuerte Mercedes die Erwartungen erfüllen kann.

Nico Rosberg sieht dafür Anzeichen. "Es gab ein paar Phasen, wo alles funktioniert hat. Und da habe ich gespürt, dass sich etwas zum Positiven bewegt hat. Ich bin guter Hoffnung, dass wir uns steigern werden." Ob es für Red Bull und den überraschend starken Toro Rosso reicht, traut sich Rosberg nicht zu sagen. "Die fahren schon starke Zeiten. Ich will jetzt nicht behaupten, dass wir die schlagen können, aber wir werden uns verbessern."

Rosberg verliert Karosserie-Teile

Rosbergs erster Tag im renovierten Silberpfeil verlief trotz der 100-Runden-Distanz nicht ohne Probleme. Es gab Ärger mit dem Heckflügel. "Wir hatten Strömungsabrisse an Stellen, wo wir das nicht wollten." Und dann flog am Ende der Zielgeraden die Motorabdeckung im hohen Bogen davon. "Ich drücke gerade einen Knopf, den falschen wie ich sofort merke, und plötzlich ist das Auto total verändert. Ich hatte sofort tierisches Übersteuern."

Rosberg funkte seinen Ingenieur an: "Sorry, aber ich glaube, ich habe da einen Fehler gemacht." Der beruhigte seinen Fahrer: "Ein großes Teil fehlt am Auto. Das hat nichts mit dir zu tun. Komm besser an die Box."

McLaren im Tal des Jammers

Während Mercedes noch hofft, befindet sich McLaren im Tal des Jammers. Lewis Hamilton kam über 57 Runden nicht hinaus. Es gab wieder Ärger mit den beiden Problemzonen des Autos. Verbrennungen rund um die Auspuffendrohre und Vibrationen des Frontflügels führten zu langen Standzeiten.

Gegen Ende des Testtages fuhr Hamilton wieder mit der Beule auf der Fahrzeugnase. Die Ingenieure nahmen erneut Messungen am Frontflügel vor. Nach Hamiltons verkorkstem Testtag bestätigten sich Jenson Buttons Befürchtungen: "Uns läuft langsam die Zeit davon."

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