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Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP USA - Austin - 20. Oktober 2018
Lewis Hamilton Formel 3 2004
Lewis Hamilton Formel 3 2004
Lewis Hamilton Formel 3 2005
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Mercedes verlängert mit Hamilton und Bottas

Erst Hamilton, jetzt Bottas

Es war seit Monaten ein offenes Geheimnis. Lewis Hamilton verlängert bei Mercedes bis 2020. Der Grund für die Verzögerungen mit der Unterschrift liegt bei ihm selbst. Hamilton bedankte sich beim Team für die viele Geduld mit ihm. Einen Tag später gab Mercedes die Verlängerung mit Valtteri Bottas bekannt.

Das erste Mal sprachen Lewis Hamilton und Teamchef Toto Wolff über eine Vertragsverlängerung bei der Präsentation des neuen Autos Ende Februar. Damals hatten wir den Eindruck, der Vollzug sei nur eine Frage der Zeit. Beide Parteien beteuerten, man wolle die Kuh noch vor Saisonbeginn vom Eis bringen. Doch dann wurden wir alle im 14-Tage-Rhythmus vertröstet. Standard-Erklärung: „Es geht nur noch um Kleinigkeiten.“ Die Konkurrenz von Red Bull stichelte. „Hamilton ruft einen Preis auf, den Mercedes nicht zahlen will.“

Das gehört zum Schattenboxen in der Formel 1. Alles, was den Gegner verunsichert, ist gut. Hamiltons Gehalt ist natürlich geheim. Die britischen Revolverblätter glauben dennoch mehr zu wissen. 40 Millionen Pfund wird auf der Insel spekuliert. Das wären nach aktuellem Wechselkurs 44,9 Millionen Euro. Oder 52,3 Millionen Dollar. Hamilton lässt sich als einziger Fahrer im Feld in der US-Währung auszahlen. „Alles ein Schmarrn“, kommentierte Niki Lauda die Zahlen, noch bevor der Vertrag unterzeichnet wurde. Hamilton trägt natürlich auch nichts zur Aufklärung bei. „Über Vertragsdetails rede ich nicht.“

Hamilton will sich nicht in eine Ecke drängen lassen

Bekannt ist nur, dass er über zwei Jahre geht. Warum nicht drei? „Wir haben über drei Jahre geredet, aber ich fühlte mich nicht wohl dabei. Die Formel 1 befindet sich im Umbruch. Keiner weiß, was 2021 passiert. Ich wollte nicht ins Ungewisse unterschreiben, mich in eine Ecke drängen lassen, auch wenn du dir bei Mercedes sicher sein kannst, dass du da immer richtig liegst.“ Hamilton ist seit 1997 ein Mercedes-Mann. „Da kam ich von der Schule heim und Ron Dennis war am Telefon. Er hat mir einen Vertrag für McLaren-Mercedes angeboten. Ich bin stolz, dass ich immer noch zu dieser Familie gehöre.“

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - Le Castellet - 23. Juni 2018
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Hamilton bleibt wie erwartet bei Mercedes.

Deshalb verschwendete der vierfache Weltmeister auch keinen Gedanken, sich anderweitig zu orientieren. Auch wenn es eine Anfrage von außen gegeben haben soll. „Ich habe Toto vom ersten Tag an gesagt, dass ich nirgendwo anders fahren will und dass ich mich auch nicht nach Optionen umschaue. Deshalb haben wir uns beide Zeit genommen.“ Hamilton gab zu, dass er die treibende Kraft für die viele Aufschübe war. „Ich muss Toto danken, wie viel Geduld er mit mir hatte. Es lag an mir, dass es so lang gedauert hat.“

Der Titelverteidiger lässt durchblicken, dass er diese Herausforderung des Verhandelns genießt. „Es ist jetzt der dritte Vertrag, den ich alleine aushandele. Es sind unglaublich intensive Gespräche, bei denen du viel über deinen Verhandlungspartner lernst. Diese Gespräche haben eine ganz eigene Dynamik.“ Jetzt ist Hamilton froh, dass es vorbei ist: „Im Kopf habe ich den Vertrag schon vor Monaten unterschrieben. Ich wusste, es würde passieren. Jetzt hören alle Diskussionen darüber auf. Der ganze Fokus geht in Richtung Titelverteidigung.“

Bottas hofft bald auf gute Nachrichten

Valtteri Bottas musste einen Tag länger warten. Am Freitag vor dem GP Deutschland verkündete Mercedes dann auch die Vertragsverlängerung mit seinem finnischen Piloten. „Es ist toll, meinen Vertrag hier in Hockenheim zu verlängern“, freut sich der Finne. „Ich habe in diesem Jahr einen guten Schritt nach vorne gemacht. Ich fahre mit der gesamten Wintervorbereitung im Rücken besser als 2017. Ich bin schneller, besser im Rennen und näher an Lewis dran. Leider zeigen das die Resultate nicht. Aber das Team weiß es, und das ist das einzige, das für mich zählt.“

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 7. Juni 2018
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Ricciardos Gehaltsforderungen kann sich Mercedes nicht leisten.

Den Vertrag mit Bottas schließt Mercedes im Gegensatz zu Hamilton nur über ein Jahr ab. Mit der Option auf eine weitere Zusammenarbeit 2020. So hält sich Mercedes alle Optionen offen, sollte Hamilton wie Nico Rosberg vor Ende seines Vertrages hinwerfen. Für den Geschmack des Teams redet der Engländer in letzter Zeit ein bisschen zu häufig über ein Leben nach seinem Rennfahrerdasein. Und nach dem Fall Rosberg ist Mercedes ein gebranntes Kind. Daniel Ricciardo wurde auch deshalb als zweiter Fahrer neben Hamilton in Erwägung gezogen, doch der Australier will in Zukunft auch in der 15-Millionen-Liga mitspielen. Das wäre in Addition mit Hamiltons Gehalt auch für Mercedes eine Nummer zu groß gewesen.

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