Mercedes-Heimspiel in Hockenheim

Technik-Updates und Getriebe-Entwarnung

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Silverstone 2014 Foto: xpb 103 Bilder

Mercedes reist als großer Favorit nach Hockenheim. Damit beim Heimspiel auch sicher nichts schief geht, haben die Ingenieure für Nico Rosberg und Lewis Hamilton noch ein paar Technik-Updates im Gepäck. Auch in Sachen Getriebe wurde seit Silverstone gearbeitet.

Die Fußball-WM ist vorbei. Und schon wartet das nächste Jubelfest auf die deutschen Fans. Mercedes feiert in Hockenheim sein großes Heimspiel. Das dominierende Team der aktuellen Saison will sich natürlich im eigenen Wohnzimmer keine Blöße geben. Glaubt man den Wettbüros, dann gibt es für den Sieg im Motodrom nur zwei Kandidaten: Nico Rosberg und Lewis Hamilton.

Mercedes mit neuen Teilen in Hockenheim

Auf den Vorschusslorbeeren ausruhen will man sich im silbernen Lager aber nicht. Auch wenn der Vorsprung zuletzt beruhigend erschien, hat die Technik-Abteilung in Brackley noch einmal nachgelegt. "Wir werden eine Reihe weiterer Verbesserungen mitbringen, die wir bei den Testfahrten in Silverstone in der vergangenen Woche schon ausprobiert haben. Wir hoffen sowohl auf eine verbesserte Performance als auch eine bessere Zuverlässigkeit", erklärte Technikchef Paddy Lowe.

Von außen konnte man bei den erwähnten Testfahrten schon einen neuen Zusatzflügel im Heck erkennen, der deutlich schlanker ausfällt als die frühere Version. Was sonst noch Neues im Heimspiel-Paket drinsteckt werden die Fans erst sehen, wenn das Auto in Hockenheim erstmals komplett zusammengebaut ist.

Auch an dem Getriebeproblem, das Nico Rosberg noch in Silverstone gestoppt hat, wurde gearbeitet. "Unser Hauptaugenmerk lag darauf, das Problem an Nicos Auto zu verstehen und sicherzustellen, dass es nicht mehr auftritt", so Lowe. "Wie immer haben wir sehr viel Arbeit in die Fehlersuche gesteckt und eine Lösung für Hockenheim gefunden."

Leicht gestaltete sich diese Problemsuche nicht. Die Innereien der Schaltbox von Rosberg wurden in Silverstone komplett zerstört. Einfach eine neue, verbesserte Version einbauen, war auch nicht möglich – zumindest was Lewis Hamilton angeht. 6 Rennen muss jedes Getriebe halten, sonst setzt es eine Startplatzstrafe.

Muss Hamilton zittern?

Erst nach dem Ausfall in Kanada war beim Briten ein neues Getriebe eingesetzt worden. Es muss also noch bis Monza halten. Der WM-Zweite hat nach Angaben von Teamchef Toto Wolff eine Version eingebaut, die mit der von Rosberg in England identisch ist. Mercedes muss somit bei der Handhabung etwas verändern.

Hamilton hofft, dass ihn nicht das gleiche Pech wie den Teamkollegen ereilt: "Hoffentlich können wir nun einen Strich unter die Ausfälle machen und uns auf der Strecke gegenseitig antreiben. Man kann eben nicht immer alles haben - das beste Auto, die beste Pace, die beste Höchstgeschwindigkeit am Ende der Geraden und eine perfekte Zuverlässigkeit. Wir bewegen uns nun einmal am Limit."

Teamchef Toto Wolff fordert, das Thema Zuverlässigkeit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wir haben seit dem Rennen mit Volldampf daran gearbeitet, das Problem zu beheben. Die Performance des Autos ist klar ersichtlich. Aber eine hundertprozentige Standfestigkeit ist genauso wichtig, wenn wir unseren Vorsprung in der Weltmeisterschaft bis zum Saisonende behalten wollen."

Rosberg will ersten Formel 1-Heimsieg in Hockenheim

Für Rosberg ist die Enttäuschung von Silverstone abgehakt. Der WM-Spitzenreiter reist optimistisch ins Motodrom: "Es ist der Heim Grand Prix von Mercedes und nach Monaco ist es auch mein zweites Heimrennen. Hockenheim ist die Strecke, auf der ich im Verlauf meiner Karriere in den Nachwuchsserien die meisten Rennen gewonnen habe. Ich weiß also, dass sie meinem Fahrstil liegt. Natürlich würde ich meiner Liste gerne bald einen Formel 1-Sieg hinzufügen!"

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