Mercedes holt auf

655 Kilometer für Rosberg

Nico Rosberg, Mercedes GP, Formel 1-Test, Jerez, 7.2.2013 Foto: SB-Medien 48 Bilder

Nach zwei kurzen Auftritten schaffte der Mercedes am dritten Testtag den Tagesrekord. Nico Rosberg spulte 148 Runden ab. Dazu fuhr er die zweitschnellste Runde des Tages. Und das am Beginn eines 15-Runden-Stints.

Mercedes ist endlich aufgewacht. Nico Rosberg spulte an einem Testtag fünf Mal soviele Runden ab, wie sein Silberpfeil an den Tagen zuvor geschafft hatte. Der Kilometerzähler blieb nach 148 Runden bei 655 Kilometern stehen. Das ist Tagesrekord. "Ich spüre nicht die geringste Ermüdung", strahlte der Marathonmann. "In der Vergangenheit war ich beim ersten Test immer noch etwas eingerostet."

Auch die Rundenzeiten konnten sich sehen lassen. Mit 1:18.766 Minuten stand Rosberg am Ende auf Platz zwei in der Tabelle. Während man bei Felipe Massas Bestzeit von 1:17.879 Minuten von einem Versuch mit wenig Benzin an Bord und auf weichen Reifen ausgehen muss, fuhr der Mercedes-Pilot seine beste Rundenzeit zu Beginn eines 15-Runden-Stints mit Medium-Reifen.

Mercedes macht, was der Windkanal verspricht

Nico Rosberg war die Erleichterung anzusehen. "Es war ein toller Testtag. Alles lief nach Plan. Wir hatten nicht das geringste Problem. Das zeigt, dass unser Auto zuverlässig ist. Die zwei Pannen zu Beginn waren einfach Pech. Die Probleme hätten leicht verhindert werden können."

Teamchef Ross Brawn wirkte ebenfalls deutlich entspannter. "Zwei Testtage kannst du nie aufholen, aber wir haben soviel Arbeit wie möglich in diesen Tag gepackt. Er hat uns bestätigt, dass unser Auto so funktioniert, wie es der Windkanal versprochen hat."

Reifenfrage kann noch nicht beantwortet werden

Rosberg lobte sein neues Auto: "Ich habe zwar keine Ahnung, wo die anderen stehen, aber isoliert auf uns bezogen bin ich sehr zufrieden. Ich fühle mich viel besser als in den letzten Jahren. Das Auto ist einigermaßen gut ausbalanciert. Ein bisschen Untersteuern noch, aber das lässt sich lösen. Mit dem neuen Frontflügel sind wir in die richtige Richtung gegangen."

Der neue Mercedes gibt Rosberg das Selbstvertrauen von der ersten Runde an zu attackieren. Das resultierte in konstanten Rundenzeiten. Der Reifenabbau war nicht schlechter als bei anderen Autos. Ross Brawn will daraus nicht schließen, dass die Probleme gelöst sind. "Es ist relativ kühl hier in Jerez. Deshalb sind die Ergebnisse in Bezug auf das Reifenmanagement nicht repräsentativ. Wir werden wahrscheiblich erst beim ersten heißen Rennen wissen, ob wir das Problem vollständig gelöst haben."

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