Mercedes droht WM zu verlieren

Ferrari mit Tricks zum Sieg

Sebastian Vettel - GP Belgien 2018 Foto: Wilhelm 61 Bilder

Mercedes hat in Spa-Francorchamps eine Klatsche kassiert. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton und Teamchef Toto Wolff fanden nach dem Rennen klare Worte. Wenn nicht bald die Wende gelingt, gerät der WM-Titel in Gefahr.

Man musste kein Psychologe sein, um den Seelenzustand bei Lewis Hamilton nach dem Grand Prix von Belgien zu erkennen. Der Brite war nach seiner Fahrt auf Rang 2 alles andere als begeistert. „Ich habe alles gegeben, aber Sebastian ist auf der Gerade einfach an mir vorbeigefahren. Sie haben da wohl ein paar Tricks am Auto.“ Später stellte der Champion des Vorjahres klar, dass er damit keine illegalen Tricks meine, sondern einfach ein paar „spezielle Dinge“.

„Wir wissen seit den letzten vier Rennen, dass sie Dinge am Auto haben, durch die sie auf den Geraden schneller sind als wir. Sie können einfach mehr Leistung abrufen. Von Kurve 1 bis Eau Rouge die ganze Gerade hoch. Und dann auch noch auf der letzten Geraden. Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber so sieht es aus. Wir hatten hier ein richtig gutes Upgrade. Aber sie kamen mit noch einem größeren Upgrade. Ich denke, wir müssen einfach härter arbeiten.“

Mercedes mit vielen Defiziten

Auch Teamchef Toto Wolff hatte für seine erfolgsverwöhnte Mannschaft nicht viel Lob übrig: „Wir müssen uns fragen, wie wir uns selbst verbessern können. Ich habe heute viele Defizite erkannt, die dazu geführt haben, dass wir die erwartete Leistung nicht abrufen konnten. In langsamen Kurven haben wir Probleme, auch die Traktion ist eine Schwäche und im Vergleich zu den anderen Teams hat unser Auto heute die Reifen am schnellsten verheizt.“

Lewis Hamilton - GP Belgien 2018 Foto: Wilhelm
Verliert Mercedes den Anschluss an Ferrari?

Vettel kontrollierte das Rennen von der ersten Runde. Immer wenn er musste, zog der Heppenheimer das Tempo an. Am Ende rollte er entspannt mit 11 Sekunden Vorsprung über die Linie. Wolff bestätigte, dass der Ferrari dem Silberpfeil aktuell einen Schritt voraus ist. Und das gilt nicht nur für den GP Belgien.

„Das letzte Rennen, bei dem wir von der Pace her das schnellste Auto hatten, war in Silverstone. In Paul Ricard und in Spielberg waren wir auch gut. Seitdem war Ferrari schneller. Für Hockenheim und Budapest kam das nicht so unerwartet. Auch Spa war nicht immer unsere stärkste Strecke.“

„Dafür war Monza immer gut für uns. Deshalb bin ich schon sehr neugierig, wie es da aussehen wird. Letztes Jahr haben wir das ganze Wochenende kontrolliert. Und Ferrari erlebte das schlechteste Wochenende der Saison. Deshalb habe ich keine großen Sorgen. Es wird Strecken geben, die uns besser liegen und andere, wie Singapur oder Mexiko, wo wir nur Außenseiter sind.“

Nächstes Mercedes-Upgrade in Monza

Sebastian Vettel - GP Belgien 2018 Foto: Wilhelm
Auf der Geraden kam Mercedes dem Ferrari nicht hinteher.

An Spekulationen, dass sich Ferrari den Vorsprung mit unlauteren Mitteln beschafft hat, wollte sich Wolff nicht beteiligen: „Wenn man auf der Strecke geschlagen wird, dann schaut man auf sich selbst und auf den anderen. Und wenn man keine Erklärung für den Rückstand findet, dann bekommt man schmutzige Gedanken. Ich habe aber großes Vertrauen in die FIA, dass sie alles unter Kontrolle haben.“

Stattdessen lobte Wolff fair die Arbeit der Konkurrenz: „Sie sind sehr innovativ. Sie haben in den letzten vier oder fünf Rennen immer Weiterentwicklungen an die Strecke gebracht. Wir haben auch einen vernünftigen Schritt nach vorne gemacht. Wir müssen das Paket nun einfach noch optimieren. In Monza sollte schon das nächste gute Upgrade kommen. Wir befinden uns in einem Entwicklungswettlauf, der am Ende über den WM-Titel entscheiden wird.“

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