Lewis Hamilton - GP Abu Dhabi 2018 Wilhelm
Charles Leclerc - Sauber - Formel 1 - GP Abu Dhabi  -24. November 2018
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Pierre Gasly - Formel 1 - GP Abu Dhabi  -24. November 2018
Pierre Gasly - Formel 1 - GP Abu Dhabi  -24. November 2018
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Mercedes ist Abu Dhabi-König

Fünf Mal erste Reihe in Folge

Der Weltmeister kann nicht genug kriegen. Mercedes will diese Weltmeisterschaft mit einem Doppelsieg in Abu Dhabi beenden. Die Voraussetzung dafür ist perfekt. Zwei Silberpfeile stehen in der ersten Startreihe. Wie schon in den letzten fünf Jahren.

Besser konnte es für Mercedes nicht laufen. Zuerst fahren Lewis Hamilton und Valtteri Bottas mit ihren beiden Silberpfeilen in die erste Startreihe. 90 Minuten später krönt sich Mercedes-Schützling George Russell mit einem Sieg zum neuen Formel 2-Meister.

Damit hat die Marke mit dem Stern diese Saison alle wichtigen Titel im Motorsport gewonnen. Meister in der Formel 1 mit Lewis Hamilton, in der Formel 2 mit George Russell, in der Formel 3 mit Mick Schumacher, in der DTM mit Gary Paffett, in der Blancpain GT-Serie mit Raffaele Marciello und selbst auf der virtuellen Rennstrecke räumte das e-sports Team von Mercedes den Pokal für Platz 1 ab.

Lewis Hamilton dankte zum wiederholten Mal seinem Team für die Fahrt von Rekord zu Rekord. In Abu Dhabi sammelte der Engländer schon seine 83. Pole Position ein. Ein Ende ist nicht abzusehen. In der Hybrid-Ära hat der fünffache Champion etwas mehr als die Hälfte aller Trainingsbestzeiten und Siege erzielt. Das gelang nur Juan-Manuel Fangio, allerdings in seiner gesamten Karriere und auf vier unterschiedlichen Marken. Hamilton saß die letzten fünf Jahre im Durchschnitt im besten Auto. Das aktuelle, der W09, hat ihm die Fahrt zum Titel schwerer gemacht als alle anderen zuvor. „Deshalb war es eine emotionale letzte Qualifikation mit diesem Auto.“

Mercedes schlägt im dritten Sektor zu

Lewis Hamilton wird sein Weltmeister-Auto am Ende seines Vertrages mit dem Team bekommen. Im Moment wüsste er gar nicht, wohin er das Wunderwerk stellen sollte. „Mein Appartement ist zu klein dafür. Es wird erst einmal ins Mercedes-Museum nach Stuttgart gehen. Da kann ich es mir immer anschauen.“

Lewis Hamilton - GP Abu Dhabi 2018
Wilhelm
Mercedes gewann auf Ferrari in den engen Kurven.

Für Hamilton und Bottas war es ein Abschlusstraining nach Maß. Auch wenn der Trainingsschnellste mit seiner ersten Runde nicht hundertprozentig zufrieden war. „Da gab es ein paar Wackler, das Heck ist gerutscht.“ Den letzten Schuss ging Hamilton ruhig an, um dann die Aggressivität zu steigern, je weiter die Runde fortschritt. „Der letzte Sektor war der Killer.“ Dort nahm er Teamkollege Bottas 0,084 Sekunden ab. Sebastian Vettel verlor 0,502 Sekunden in diesem Abschnitt. Nur Daniel Ricciardo wischte eine Spur schneller durch die Kurven.

Der GPS-Vergleich zeigt, dass der Mercedes W09 und der Ferrari SF71H an diesem Tag zwei unterschiedliche Autos waren. Die Ferrari flogen um 9 bis 10 km/h schneller durch die Lichtschranken auf den drei langen Geraden. Ein guter Teil davon ist auf geringeren Luftwiderstand zurückzuführen.

Ferrari fuhr mit dem Abtrieb am Anschlag. Mercedes und Red Bull hatten mehr im Angebot. Vor Kurve 17 hatte Vettel noch einen Vorsprung von 0,1 Sekunden auf Hamilton. Dann ließ er in den folgenden fünf Kurven 4 Zehntel liegen. Mercedes schaffte es dank des Abtriebs-Vorteils besser, die Reifentemperaturen für den dritten Sektor kühl zu halten.

Von Kurve zu Kurve: Da ist Hamilton schneller

Lewis Hamilton & Valtteri Bottas - GP Abu Dhabi 2018
Wilhelm
Hamilton feierte die 52. Pole in den 100 Rennen, seitdem 2014 die Hybrid-Motoren eingeführt wurden.

Die Speed-Messungen in den Scheitelpunkten der Kurven sprechen die gleiche Sprache. Hamilton gewinnt in Kurve 11 stattliche 7 km/h auf Vettel. In Kurve 17 sind es 3 km/h, eine Kurve später 4 km/h und in der Zielkurve hat der Mercedes einen Vorteil von 6 km/h. Wenn man die Mercedes-Fahrer untereinander vergleicht, dann schwankt das Delta zwischen Bottas und Hamilton über die gesamt Runde zwischen einem und zwei Zehntel zugunsten des Engländers. Hamilton ist beispielsweise in Kurve 5 und Kurve 19 schneller, Bottas in Kurve 8.

Die erste Startreihe in Abu Dhabi ist für Mercedes Routine. Seit 2014 schaffte es kein anderes Auto dorthin. Die Ausgangsposition für das Rennen ist komfortabel. Zumal beide Fahrer wie die Ferrari-Kollegen und Daniel Ricciardo auf Ultrasoft-Reifen starten. Damit kann Red Bull seinen Hypersoft-Vorteil nicht ausspielen.

Selbst wenn Max Verstappen zu Rennbeginn schneller sein sollte, wird sich der Holländer schwerer als in Brasilien tun, vom 6. Startplatz nach vorne zu kommen. Ein Abgleich von Verstappens Hypersoft-Longrun mit dem Ultrasoft-Dauerlauf von Bottas am Freitag ergibt, dass der Ultrasoft-Reifen nach der 8. Runde schneller ist. Bis dahin müsste es Verstappen aber schon an die Spitze geschafft haben.

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