Mercedes Krisengipfel

Weiter keine Stallregie bei Mercedes

Hamilton vs. Rosberg - GP Belgien 2014 Foto: xpb 58 Bilder

Mercedes bleibt seiner Politik treu. Trotz der Kollision in Spa. Es wird auch in Monza keine Stallregie geben. Nur gute Ratschläge. Priorität haben die WM-Titel. Wenn die erreicht sind, können Nico Rosberg und Lewis Hamilton die Fetzen fliegen lassen. Rosberg entschuldigte sich bei seinem Kollegen. Das kühlt das erhitzte Binnenklima ab.

Der Krisengipfel fand am Freitagmorgen (29.08.2014) in Brackley statt. Teamchef Toto Wolff, Technikdirektor Paddy Lowe und die zwei Fahrer. Es ging um ein Thema: Die Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Spa und mögliche Konsequenzen. Mercedes bleibt trotz des verschenkten Sieges seiner Linie treu. Es wird auch weiterhin keine Stallregie geben. Allerdings gibt es als Reaktion auf den Zwischenfall in Spa disziplinarische Konsequenzen. Welche, darüber schweigt sich Mercedes aus. Die Spekulationen reichen von einer Geldstrafe bis zur Androhung, damit einen Vertragsbruch zu begehen.

Wenn es wieder passiert, drohen auf jeden Fall Konsequenzen. Klares Statement der Teamleitung: "Wir tolerieren keinen weiteren Zusammenstoß.“ Sind beide Titel für die Konstrukteurs-WM und die Fahrerwertung mathematisch im Kasten, kann es auch auf der Rennstrecke wieder härter zugehen. So soll verhindert werden, dass am Ende Daniel Ricciardo und Red Bull die lachenden Dritten sind.

Rosberg entschuldigt sich

Nico Rosberg erkannte seine Schuld an den Unfall an und entschuldigte sich bei Lewis Hamilton für die Kollision, die Mercedes einen Doppelsieg gekostet hat. Von einer "irrtümlichen Einschätzung“, ist die Rede. Das sorgt für Entspannung unter den beiden Piloten. Die Teamleitung hat ihren Fahrern klar gemacht, dass trotz freier Fahrt in Zukunft im Kopf eine Handbremse mitfahren muss.

Niki Lauda drückt es so aus. "Von außen sind nur Zurufe möglich. Der Art, dass sie gegenüber Mercedes in der Verantwortung stehen und so früh wie möglich erstens den Konstrukteurs-Titel einfahren und dann sicherstellen müssen, dass nur noch ein Mercedes-Fahrer Weltmeister werden kann.“

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