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Mercedes-Kunden trumpfen auf

Sternstunde für Lotus und Force India

Lotus und Force India haben in Montreal überrascht. Die beiden Mercedes-Kunden brachten beide Autos in die Top Ten der Startaufstellung. Lotus könnte sogar Ferrari gefährlich werden. Force India rechnet mit fettem Punktegewinn. Die starke Vorstellung hat Gründe.

Für Lotus und Force India könnte der GP Kanada ein wichtiger Grand Prix werden. Im Kampf um Platz 5 im Konstrukteurspokal steht es zwischen Sauber, Force India, Lotus und Toro Rosso 21:17:16:15 nach Punkten. Die Startaufstellung in Montreal verspricht der Mercedes-Kundschaft einen fetten Punktesegen. Lotus geht von den Plätzen 5 und 6 ins Rennen, Force India von den Positionen 7 und 10.

Romain Grosjean fehlten nur 0,180 Sekunden auf den dritten Startplatz. Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas liegen in Reichweite. Die Lotus machten auch in der Rennsimulation am Freitag eine bestechende Figur. "Wir waren das ganze Wochenende an Williams und Ferrari dran. Warum sollen wir sie im Rennen nicht schlagen können?", hofft Grosjean, der 2012 den GP Kanada auf Platz 2 beendete.

Lotus holt auf Mercedes auf

Die Lotus kommen immer besser in Fahrt. Für ihre Sternstunde in Montreal gibt es gute Gründe. "Wir sind stark im Top-Speed, haben eine gute Traktion und sind stabil auf der Bremse. Alles, was du auf dieser Strecke brauchst. Außerdem verstehen wir unsere jüngsten Upgrades mit den neuen Flügeln vorne und hinten immer besser. Der Motor spielt sicher eine Rolle, aber das allein ist nicht der Grund. Wir haben auch relativ zum Mercedes-Werksteam und Williams aufgeholt", erklärt Einsatzleiter Alan Permane.

Lotus schenkte in der Qualifikation sogar noch etwas Zeit her. Die Autos wurden auf maximalen Top-Speed getrimmt. Grosjean führt die Rangliste mit 340,5 km/h an. Gut für das Rennen, ein kleiner Nachteil in der Rundenzeit. Pastor Maldonado büßte zwei Zehntel auf den Teamkollegen ein, hat aber eine Erklärung dafür. "Ich verliere meine Zeit am Kurvenausgang. Wir haben da ein aerodynamisches Problem."

Kurznase schafft den zweiten Crashtest

Auch bei Force India wurde verhalten gejubelt. Nico Hülkenberg feierte als Siebter seinen bisher besten Startplatz in dieser Saison. Sergio Perez stellte sein Auto mit dem dienstältesten Mercedes-Motor ebenfalls in die Top Ten. Der Mexikaner fährt als einziger noch den Motor der ersten Generation. Der Tachostand nach der Qualifikation betrug 4.497 Kilometer.

Hülkenberg will endlich wieder Punkte sammeln. Nach dem siebten Platz in Australien kam nichts mehr auf das Konto. "Ich denke von unserem Startplatz haben wir eine gute Chance, in die Punkte zu fahren. Wir waren auch in den Longruns am Freitag stark unterwegs. Jetzt müssen wir nur noch die Strategie richtig hinkriegen. Wegen des Regens am Freitag liegen nicht alle Daten auf dem Tisch. Aber ich habe trotzdem ein gutes Gefühl."

Sportdirektor Otmar Szafnauer nennt für die gute Vorstellung des vielgeschmähten Force India VJM08 die gleichen Gründe wie Lotus Kollege Permane: "Gute Power vom Motor, stark auf der Bremse. Und wir verstehen die Reifen vielleicht ein bisschen besser als andere. Das kommt dann zum Tragen, wenn es wegen Regen weniger Trainingszeit gibt." Dazu gab es noch eine gute Nachricht aus der Heimat. Die kurze Nase für die B-Version hat im zweiten Anlauf den Crashtest geschafft. Damit steht dem Debüt des Hoffnungsträgers beim GP England nichts mehr im Wege.

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