Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - Test - Barcelona - 8. März 2017 Stefan Baldauf
Mercedes AMG W08 - F1-Auto - 2017
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Mercedes wieder im Lot

Melbourne-Motor im Auto

Mercedes ist wieder auf Spur. Nach einem Tag mit Aerodynamik-Ärger ist das Problem aus der Welt geschafft. Auch der Motor läuft jetzt sorgenfrei. Das Werksteam fährt bereits die Melbourne-Spezifikation.

Das gibt es selten bei Mercedes. Am fünften Testtag von Barcelona herrschte Konfusion. Die Ingenieure nahmen ihr Mittagsessen ausnahmsweise im Technik-Truck ein. Es gab offenbar Gesprächsbedarf. Am Abend sagte ein Ingenieur: „Wir versuchen gerade unser Aerodynamik-Upgrade zu verstehen.“ Mercedes hatte im Bereich Unterboden, Leitbleche, Radträger, Seitenkästen und Motorabdeckung aufgerüstet.

Doch das erste große Aero-Paket brachte nicht die erhofften 3 Zehntel Zeitgewinn. Die Befürchtung, dass der Windkanal und die Simulationen falsche Versprechungen machten, bestätigte sich nicht. Der Grund für die verlorene Zeit war ganz banal. Am vorderen Ende des Unterboden lösten sich Teile. Sie waren zu schwach dimensioniert.

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Stefan Baldauf
Mercedes brachte zur zweiten Testwoche ein großes Upgrade-Paket.

Kaum hatte Mercedes Verstärkungen angebracht, war wieder alles im Lot. Valtteri Bottas legte am Morgen des sechsten Testtages drei Mal eine Zeit von 1.19,3 Minuten auf die Bahn. Zwei Mal auf Supersoft-Reifen, ein Mal auf Ultrasoft-Gummis. Die Zeit von 1.19,310 Minuten war die bislang schnellste der Wintertestfahrten.

Kunden fahren weiter Spec1-Motor

Auch beim Motor gibt es Entwarnung. In der ersten Woche fuhren alle Mercedes-Motoren auf der untersten Power-Stufe. Die erste Spezifikation des Mercedes M08-Motors warf noch Fragezeichen auf. Es hatte in der Erprobungsphase Probleme mit dem Antrieb der MGU-H gegeben. Erst eine Woche vor den Wintertests schaffte der erste Motor die 6.000 Kilometer-Marke.

Nach der Modifikation der Welle im Antrieb ist nun auch der Elektroantrieb kugelsicher. Das Werksteam fährt seit dem fünften Testtag bereits den Spec2-Motor, der auch in Melbourne zum Einsatz kommt. Wir sind gespannt, wann und ob Mercedes vor Testende mal volle Leistung von der Kette lässt. Die Kundenteams sollen die kompletten 8 Tage mit der Spec1-Einheit durchhalten, um Aufschlüsse über die Haltbarkeit zu bekommen.

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