Mercedes - Formel 1 - GP Deutschland - Hockenheim - 28. Juli 2016 ams
Mercedes - V6 Hybrid - Formel 1-Motor 2015
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Mercedes mit neuem Motor

Hamilton nimmt Strafe in Spa

Lewis Hamilton wird in Spa nicht aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen. Der WM-Spitzenreiter nimmt seine Motorenstrafe in Spa. Wie groß die genau ausfällt, wird am Freitagabend entschieden. Es gibt 5 Gründe es in Spa zu tun und nicht bis Monza zu warten.

Es ist die Frage aller Fragen nach der Sommerpause: Wo startet Lewis Hamilton? Bis jetzt hielt sich Mercedes bedeckt darüber, ob der Einsatz der sechsten und siebten Einheit von Turbolader und MGU-H in Spa oder in Monza stattfinden. Viel hing damit zusammen, wann Mercedes das Motoren-Upgrade einsetzt.

Das ist nach Informationen von auto motor und sport entschieden: Mercedes fährt mit den neuen Motoren in Spa. Und damit nimmt Lewis Hamilton auch seine Motorenstrafe beim GP Belgien. Der WM-Spitzenreiter wird damit sicher nicht aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen. Doch wie weit er zurückrutscht, werden wir erst am Freitagabend erfahren.

Neuer Motor muss halten

Hamilton wird im Freitagstraining mit dem Motoren-Upgrade, dem sechsten Turbolader und der sechsten MGU-H in die beiden Trainingssitzungen gehen. Das heißt für ihn: 15 Startplätze nach hinten. Nach den beiden Trainingssitzungen werden die Motorentechniker entscheiden, ob am Samstagmorgen der siebte Turbolader und die siebte MGU-H eingebaut werden. Damit stünde Hamilton ganz am Ende der Startaufstellung.

Die Entscheidung hängt davon ab, ob die modifizierte Antriebseinheit ohne technische Probleme durch den ersten Tag kommt. Bei einem Motorschaden müsste Mercedes umdisponieren.

Spa 5 Prozent bessere Überholchance als Monza

Nächste Frage: Warum Spa, warum nicht Monza? Es gibt fünf gute Gründe, die für Spa sprechen. Erstens: Hamilton ist mit den kritischen Antriebselementen am Limit. Sie noch ein weiteres Rennen einzusetzen, bedeutet Risiko. Sein Restkontingent an Turboladern und der MGU-H hat bereits einen Kilometerstand erreicht, mit dem man am liebsten nur noch am Freitag fahren möchte.

Zweitens: Die statistische Überholchance in Spa ist um 5 Prozent besser als in Monza. Nicht viel, aber immerhin. Während es in Monza nur eine echte Überholmöglichkeit am Ende der Zielgeraden gibt, bietet Spa anderthalb. Am Ende der Kemmel-Geraden und vor der Busstop-Schikane. Im letzten Jahr gab es 25 Überholvorgänge: 19 in Kemmel, 6 vor Busstop.

Mehr Boxenstopps, höhere Safety-Car-Chance

Auch strategisch spricht alles für Spa. Die Taktiker erwarten in Spa 2 bis 3 Boxenstopps. In Monza 1 bis 2. Die Safety-Car-Wahrscheinlichkeit ist in Spa ebenfalls höher. Je mehr Boxenstopps und Safety-Cars, umso größer die Möglichkeit einen Fahrer von hinten nach vorne zu bringen.

In Spa sind außerdem die Fahrzeugabstimmungen unterschiedlicher als in Monza, wo jeder mit minimalem Abtrieb fährt. Auf der Ardennen-Piste teilt sich das Feld gewöhnlicherweise in zwei Lager. Die einen setzen auf Abtrieb, einen schnellen zweiten Sektor und Reifenschonen. Die anderen auf Top-Speed, um im Rennen überholen zu können.

Auch bei den Reifen erwarten die Mercedes-Ingenieure große Diskrepanzen. Deshalb haben sie gegen den Trend die wenigsten Supersoft-Reifen bestellt. Mercedes setzt auf Soft und Medium, weil man Angst hat, der Supersoft könnte Blasen werfen. Bei der zu erwarteten Hitze erst Recht.

Die Unterschiede beim Set-up und bei den Reifen schaffen weitere Überholmöglichkeiten. Damit ist die Startplatzstrafe für Hamilton geringer als anderswo. Optimisten glauben, dass der Engländer sogar auf Platz 2 fahren kann. Auch von ganz hinten.

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