Mercedes verschiebt Motor-Update

Zweite Power-Unit erst in Frankreich

Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2018 Foto: ams 54 Bilder

Mercedes hat die geplante Einführung des zweiten Monats um ein Rennen verschoben. Die Autos des Werksteams sowie der beiden Kundenteams Force India und Williams müssen in Kanada noch mit den alten Antriebseinheiten antreten.

In der offiziellen Vorschau-Pressemitteilung hatte Mercedes-Sportchef Toto Wolff noch angekündigt, dass alle sechs Mercedes-Autos in Montreal mit frischen Triebwerken starten werden. Zwei Tage später wurde nun zurückgerudert. Es gibt nun doch keine neue Motoren für Hamilton, Bottas und Co. Es werden die selben Antriebseinheiten eingesetzt wie in den ersten sechs Rennen.

Mercedes mit Motor-Nachteil in Montreal?

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Über den Grund der Maßnahme lässt sich nur spekulieren. Offiziell schiebt der Hersteller ein Qualitätsproblem vor. Möglich ist aber auch, dass sich die Ingenieure noch ein paar Tage Entwicklungszeit erbeten haben. Bei nur drei erlaubten Motoren für die ganze Saison können die Leistungsupdates nicht mehr so häufig eingestreut werden. Wenn ein neuer Motor kommt, sollte es sich also PS-mäßig auch lohnen. Durch die Maßnahme könnte Mercedes am Ende der Saison profitieren.

Doch Power ist auch in Montreal ein nicht ganz unwichtiges Thema. Man darf gespannt sein, wie sehr die Mercedes-Teams durch die Verschiebung in Sachen Laufleistung und dem Einsatz der leistungsstarken Motormappings eingeschränkt sind. Als die Pläne für den Betrieb der ersten Motoren-Pakete aufgestellt wurde, hatten die Ingenieure sicher nicht im Hinterkopf, dass Antriebseinheit Nummer 1 sieben Rennen überleben muss.

Verwirrung um Ricciardo-Strafe

Die Konkurrenz von Ferrari wird wie geplant mit den zweiten Triebwerken in Kanada antreten. Die Kundenteams HaasF1 und Sauber hatten das Upgrade zur Probe schon beim Rennwochenende von Monaco gefahren. Probleme waren dabei nicht zu erkennen. Deshalb kommt nun zumindest auch Sebastian Vettel in den Genuss des Power-Upgrades. Teamkollege Kimi Räikkönen musste ja schon in Barcelona unfreiwillig eine zweite Antriebseinheit einbauen lassen. Beim Iceman ist deshalb noch unklar, wie Ferrari das Motorenprogramm anpassen wird.

Auch bei Honda und Renault gibt es neue Antriebsteile. Ein wenig Verwirrung herrscht allerdings noch darüber, ob Daniel Ricciardo wegen des MGU-K-Problems von Monaco eine Rückversetzung droht. Red Bull-Designer Adrian Newey hatte sich gegenüber „Reuters“ pessimistisch geäußert. Unseren Informationen nach könnte der Australier aber noch einmal um eine Strafe herumkommen.

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