Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2018 sutton-images.com
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Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2018
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2018
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Mercedes in Kanada auf Nummer sicher

Kostet Motor die Pole Position?

Mercedes musste sich im Kampf um die Pole Position gegen Ferrari knapp geschlagen geben. Hinterher wurde gerätselt, ob der Verzicht auf die zweite Motor-Stufe oder die Beschränkung auf 5 Hypersoft-Reifen eine Rolle gespielt haben.

Im Titelrennen geht es um Nuancen. Sebastian Vettel schlug Valtteri Bottas um 93 Tausendstelsekunden. Der Vorsprung von Bottas auf den drittplatzierten Max Verstappen betrug nur 0,08 Sekunden. Ein Augenzwinkern, auch nach Formel 1-Normen. Eigentlich müßig darüber zu diskutieren, wo die Zeit verloren ging. Und doch haben es alle getan.

Während Vettel meinte, er hätte noch ein bisschen schneller fahren können, gab Bottas zu: „Ich habe im ersten Versuch im Q3 alles aus dem Auto rausgeholt. Im zweiten Versuch ging es nicht mehr schneller. Das Auto hat plötzlich untersteuert. Keine Ahnung warum. Ich glaube aber nicht, dass es für den ersten Platz gereicht hätte.“

Mercedes konservativ bei Motor und Reifen

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2018
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Valtteri Bottas fehlten am Ende nur 93 Tausendstelsekunden.

Rückblickend lassen sich aus Mercedes-Sicht viele Gründe anführen, warum ein Ferrari in der Startaufstellung ganz vorne steht. Zum Beispiel der Verzicht auf die Ausbaustufe des Motors, der wahrscheinlich für eine Zehntelsekunde gut gewesen wäre.

„Wir haben uns in letzter Minute wegen eines Problems auf dem Prüfstands gegen den Einsatz entschieden. Ein Ausfall würde uns mehr bestrafen, als die Zeit, die wir dadurch möglicherweise verlieren“, wägt Teamchef Toto Wolff ab.

Mercedes hat auch noch einmal seine konservative Reifenwahl überdacht. Da nur jeweils 5 Satz Hypersoft für beide Piloten bestellt wurden, mussten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas am Freitag die Finger von Pirellis weichster Reifenmischung lassen. Das beschränkte ihre Erfahrungen mit diesem Reifentyp auf jeweils einen Stint im dritten Training.

„Wären mehr Runden mit dem Hypersoft besser gewesen? Wahrscheinlich ja. Aber am Ende ist es nie eine Sache, der man die Schuld geben kann“, bilanzierte Hamilton. Wolff ergänzte: „Hätten wir mehr Hypersoft nachbestellen können, hätten wir es gemacht.“

Hamilton hadert mit der Haarnadel

In Hamiltons Fall war es auch die Fahrzeugbalance, die am Samstag nicht mehr passte. Der Engländer rutschte drei Mal mit stehenden Vorderrädern durch die Bremszone der Haarnadel. „Am Freitag hatte ich noch ein gutes Gefühl in der Kurve. Und der dritte Sektor war eigentlich immer unsere Stärke. Am Samstag nicht mehr. Beim Versuch, das Setup immer weiter zu verbessern, hat sich die Balance verschoben. Ich hatte Probleme beim Anbremsen auf den Bodenwellen. Mal haben die Vorderreifen blockiert, mal die Hinterreifen. Ich habe dort so viel Zeit liegenlassen, dass es für die Pole Position hätte reichen können.“ Tatsächlich verlor Hamilton allein im dritten Sektor 3 Zehntel auf Vettel.

Für Teamchef Wolff ergibt sich aus dem Training in Montreal eine Lehre: „Das Rennen zwischen Ferrari, Red Bull und uns ist so eng, dass wir nicht auf das kleinste Upgrade verzichten können und uns nicht den geringsten Fehler erlauben dürfen. Das Ergebnis hat gezeigt, dass die Summe von Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden können.“

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Das Qualifying von Kanada wurde zur großen Vettel-Show.

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