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Mercedes, Ferrari, Honda & Renault

So klingen die 2018er F1-Motoren

Obwohl die Testfahrten für die Saison 2018 erst am 26. Februar in Barcelona beginnen, wurden die neuen F1-Motoren von Mercedes, Ferrari, Renault und Honda bereits gestartet. Wir verraten Ihnen, wie sich die Formel 1 im Jahr 2018 anhört.

15.02.2018 Tobias Grüner Kommentare

Im vergangenen Jahr herrschte kurz vor Testbeginn noch große Hektik in den Fabriken. Die große Regelreform sorgte für erhöhten Stress bei der Entwicklung und der Produktion der Teile. Zwölf Monate später ist die Lage ein wenig entspannter. Bis auf den Halo halten sich die Änderungen im Reglement in Grenzen. Die Dimensionen der Autos sind bekannt. Die Ingenieure wissen, was auf sie zukommt.

Auch der Ausgang der Saison 2017 hat den Stressfaktor etwas gesenkt. Die vorderen Plätze in der Teamwertung waren schon früh vergeben. Niemand musste das Auslaufmodell bis zur letzten Sekunde weiterentwickeln. Der Fokus wurde bei den meisten Teams frühzeitig auf 2018 verschoben.

So läuft in vielen Fabriken anderthalb Wochen vor Beginn der Testfahrten schon die finalen Phase des Zusammenbaus. Ein Meilenstein, den die meisten Teams bereits hinter sich gebracht haben, ist die erste Zündung des Motors. Um das Ende der Winterpause auch akustisch einzläuten haben die vier Antriebshersteller Videos veröffentlicht, auf denen der Sound ihrer V6-Hybrid-Monster zu hören ist.

Mercedes

Formel 1 - Mercedes - Auspuff - W09 - 2018
Silberpfeil erwacht zum Leben 49 Sek.

Am schnellsten schaffte es das Mercedes-Werksteam den Motor ins Chassis zu setzen und erstmals zu starten. Schon Anfang Februar versammelte sich die komplette Mannschaft in der Fabrik in Brackley, um dem feierlichen Moment beizuwohnen. Die Mannschaft um Motorenchef Andy Cowell hat in der Winterpause fast ein komplett neues Aggregat entwickelt, um auf die erhöhten Anforderungen in puncto Laufleistung zu reagieren. 2018 muss jeder Pilot bekanntlich mit nur noch drei statt vier Power Units über die Saison kommen.

Auf dem kurzen Video, das offziell vom Weltmeisterteam veröffentlicht wurde, ist aber nicht nur der neue Motor zu höhren. Man erkennt auch die neu gestaltete Anordnung des Auspuffs. Die beiden Wastegate-Röhrchen liegen nun etwas weiter vom Haupt-Endrohr entfernt. In dem Zwischenraum wurde Platz geschaffen für die neue Heckflügelstütze, die nun nicht nur durch den Auspuff hindurch sondern außen herum führt.

Ferrari

Ferrari - Screenshot - Motor Soundcheck-Video - 2018
So klingt der neue Vettel-Renner 37 Sek.

Bei Ferrari wurde der neue Motor eine Woche nach Mercedes erstmals gezündet. Am 9. Februar erwachte das V6 Turbo-Aggregat zum Leben. Italienische Medien dichteten dem neuen Triebwerk in der Winterpause bereits Wunderdinge an. Mehr als 1.000 PS soll der Motor im Auto vom Sebastian Vettel leisten – zumindest im Qualifying-Modus. Jetzt soll der große Angriff auf Mercedes gestartet werden.

Nach unseren Informationen soll dagegen mehr Wert auf die Haltbarkeit gelegt worden sein. Um die höhere Laufleistung zu gewährleisten, wurde auf eine große Leistungssteigerung verzichtet. Wegen der neuen Restriktionen in Sachen Ölverbrauch sind die Ingenieure wohl schon zufrieden, wenn sie die PS-Zahlen des Vorjahres wieder erreichen können.

Renault

Renault R.S.18 - Screenshot - Motor-Soundcheck-Video - 2018
Erster Sound-Check 1:35 Min.

Das Renault-Werksteam veröffentlichte erst am Valentinstag (14.2.) den ersten Soundcheck des 2018er Motors. Wie aber Red Bull-Berater Helmut Marko gegenüber auto motor und sport verriet, wurde das Triebwerk jedoch zumindest im Red Bull schon eine Woche zuvor erstmals gezündet. Die Franzosen sind also zeitlich ebenfalls gut dabei. Die große Frage lautet, ob über den Winter auch die erhofften Steigerungen in Sachen Leistung und Zuverlässigkeit erzielt wurden.

Die ersten Daten versprechen einen guten Schritt nach vorne. Die Verantwortlichen in Viry-Chatillon gehen davon aus, dass der Rückstand zu Marktführer Mercedes etwas reduziert werden konnte – zumindest im Renntrimm. Was den speziellen Qualifying-Modus angeht, dürfte Renault aber nach wie vor nicht mit der Konkurrenz mithalten können. Und in Sachen Zuverlässigkeit sind die Fragezeichen nach dem Debakel 2017 weiterhin groß.

Honda

Toro Rosso STR13 - Screenshot - Honda-Motor Soundcheck-Video - 2018
So klingt der neue Honda-Motor 1:28 Min.

Genau wie Renault konnte auch Honda die Ziele im Vorjahr nicht erreichen. In dieser Saison wollen die Japaner einen Neustart wagen. Statt McLaren beliefert man nun Toro Rosso. Das nimmt den Ingenieuren etwas den Druck. Das kleine Red Bull B-Team steht nicht ganz so im Rampenlicht wie der zweiterfolgreichste Rennstall der Formel 1 aus Woking. Auch dank der Hilfe von externen Spezialisten wie Mario Illien (Ilmor) sollen vor allem bei der Zuverlässigkeit spürbare Fortschritte erzielt werden.

Bei Toro Rosso hofft man, dass Honda auch in puncto Leistung näher an die Konkurrenz heranrückt. Helmut Marko zeigte sich nach den ersten gemeinsamen Wochen der neuen Zusammenarbeit verhalten optimistisch: „Ich bin sicher, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Bei den bisher gesehenen Prüfstandsläufen präsentierte sich der Motor standfest. Ich glaube, dass Honda bis Saisonmitte vielleicht schon auf das Niveau von Renault aufschließt.“

Neuester Kommentar

@ Tobias Grüner
Die Saison hat noch nicht begonnen und schon sticheln sie wieder gegen Ferrari!
Zitat ...Wegen der neuen Restriktionen in Sachen Ölverbrauch sind die Ingenieure wohl schon zufrieden, wenn sie die PS-Zahlen des Vorjahres wieder erreichen können. Aha, das haben Ihnen die Ingenieure gesagt!?
Sorry aber Sie sollten endlich zu Mercedes arbeiten gehen, sie Schaden der Auto Motor und Sport!

Sinclair 19. Februar 2018, 00:19 Uhr
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