Sorgenfalten bei Mercedes

Ferrari plötzlich Favorit?

Bottas vs. Vettel - Mercedes vs. Ferrari - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017 Foto: sutton-images.com 189 Bilder

Bei Mercedes blickte man zum Auftakt in die zweite Testwoche in keine glücklichen Gesichter. Nach Ansicht von Lewis Hamilton ist Ferrari aktuell einen Schritt vor dem Platzhirsch aus Brackley.

In der ersten Testwoche lief bei Mercedes noch alles nach Plan. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas spulten jede Menge Runden ab. Der Silberpfeil lief wie ein Uhrwerk. In der zweiten Woche sollte dann in Sachen Performance ein Zahn zugelegt werden. Doch die Ausbaustufe zündete noch nicht richtig.

Mercedes nicht schneller trotz Upgrades

„Wir müssen das Aero-Paket noch verstehen“, hört man aus der Technik-Abteilung. Dass es nicht ganz nach Plan lief, erkannte man auch daran, dass die Ingenieure ihr Mittagessen im Briefing-Truck einnahmen. Die Mechaniker hatten anderweitig zu tun. Sie mussten einen beschädigten Unterboden reparieren.

„Wir haben noch Arbeit vor uns. Es hat sich heute früh nicht ganz so gut angefühlt, wie letzte Woche. Das war nicht besonders spektakulär“, erklärte Lewis Hamilton nach seinen 49 Runden am Vormittag. „Wir sind nicht übermäßig euphorisch. Das ganze Puzzle fügt sich langsam zusammen. Ich denke, wir sind erst bei 70 oder 80 Prozent. Ich hoffe, dass es in Melbourne dann alles passt.“

Mercedes brachte einen neuen Unterboden, neue Leitbleche, eine neue Motorhaube und eine kleine Frontflügel-Modifikation zur zweiten Testwoche. „Wir evaluieren das Paket noch“, erklärte Valtteri Bottas gewohnt nüchtern. „Es ist noch zu früh für ein Fazit. Es ist ja noch Zeit bis Melbourne. Aber wir werden Ferrari sicher nicht unterschätzen. Sie sehen sehr gut aus - konstant und schnell.

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017 Foto: Stefan Baldauf
Mercedes zündete ein paar Upgrades zu Beginn der zweiten Testwoche.

Auch Hamilton zeigte sich beeindruckt von der roten Konkurrenz. „Es scheint, als wäre uns Ferrari einen Schritt voraus und wir sind mit Red Bull dahinter. Die nächsten Tage werden sicher sehr interessant. Das wird ganz eng beim ersten Rennen, so viel ist sicher.“

Red Bull noch in der Lernphase

Auch bei Konkurrent Red Bull ist noch nicht alles Sonnenschein. „Das Auto entwickelt sich vorwärts“, gab Daniel Ricciardo ungewohnt emotionslos zu Protokoll. „Es ist schön, dass die Rundenzeiten nun etwas nach unten gehen. Aus dem Soft-Reifen konnten wir viel rausholen. Der passt uns gut. Mit dem Supersoft waren wir aber langsamer unterwegs. Und mit dem Ultrasoft ging es nur ein wenig schneller. Da haben wir also etwas gelernt“, grübelte der Australier.

Im aktuellen Kräfteverhältnis zeigt sich auch Ricciardo von Ferrari beeindruckt. „Die sehen echt gut aus. Aber auch Mercedes wird sehr schnell sein. Und obwohl Williams nicht viel gefahren ist bisher, sind sie meiner Meinung nach auch bei der Musik.“

Und wo steht Red Bull? „Da bin ich nicht sicher“, zuckt Ricciardo mit den Schultern. „Ich denke, wir mischen mit. Wir sind noch nicht ganz auf dem Level von Ferrari und Mercedes, aber wir sind nah genug dran. Das wird sicher eine interessante Geschichte in Melbourne.“

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