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Mercedes-Test vor Saisonstart

Warmlaufen vor Österreich

In einem Monat will die Formel 1 endlich in die neue Saison starten. Um den angesetzten Rost der Rennpause abzuschütteln, rückt Mercedes vorab mit dem alten Auto zu Testfahrten aus. Der Titelverteidiger lässt Lewis Hamilton und Valtteri Bottas im 2018er Auto in Silverstone fahren.

In vier Wochen geht es wieder los. Am 3. Juli wird die Formel 1 ihren ersten Trainingstag der Saison abhalten. Spielberg ist bereit für den spätesten Saisonauftakt der bisherigen Geschichte.

Alle Teams arbeiten nach einer wochenlangen Pause inzwischen wieder in ihren Fabriken. Um eine Ansteckungsgefahr zu verhindern, trafen sie spezielle Schutzmaßnahmen. Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer erläutert, was sein Rennstall unternimmt, um seine Angestellten an den Standorten Silverstone und Brackley zu schützen.

"Die Liste ist lang: Wir haben die Wege in und aus der Fabrik definiert, testen unsere Mitarbeiter, führen Temperatur-Checks durch, geben ihnen Schutzausrüstung und staffeln Start-, Pausenzeiten und den Feierabend. Wir folgen weiter den Richtlinien der Regierung. Wir bitten nur die Mitarbeiter zurück in die Fabrik zurück, die ihre Arbeit nicht von außerhalb erledigen können."

Mercedes W09 - Präsentation - Allison - Bottas - Wolff - Hamilton - Cowell
xpb
Mit dem W09 gewannen Hamilton und Mercedes 2018 insgesamt elf Rennen.

Mercedes mit W09 in Silverstone

Die Produktion der Fahrzeugteile und die Weiterentwicklung läuft. Seit dem 28. Februar, seit inzwischen 14 Wochen hatten die Piloten keine Fahrpraxis mehr in einem Formel-1-Auto. Die virtuellen Rennen waren zwar ein schöner Zeitvertreib, haben aber mit der Realität nichts zu tun.

Damit die Fahrer den Rost vor dem Saisonstart ein bisschen abschütteln können, veranstaltet Mercedes vor der Reise nach Österreich eigene Testfahrten. Der Titelverteidiger lässt seine beiden Stammfahrer in Silverstone ran. Valtteri Bottas soll den Mercedes W09 am kommenden Dienstag (9. Juni) fahren. Am Mittwoch soll Weltmeister Lewis Hamilton übernehmen. Der Test dient in erster Linie aber nicht den Fahrern, sondern der Rennmannschaft. Das Team übe Protokolle und Abläufe, bevor im nächsten Monat in Österreich wieder Rennen gefahren werden, teilte das Weltmeister-Team mit.

Das Regelwerk erlaubt solche Tests – allerdings in einem sehr eng gesteckten Rahmen. Ausfahrten außerhalb der offiziellen Formel-1-Testfahrten sind mit den aktuellen Autos nicht gestattet. Ausnahme sind die zwei Filmtage, die jeder Rennstall verfügbar hat. Hier dürfen maximal 100 Kilometer pro Tag gefahren werden. Jedoch nicht mit den Rennreifen, sondern speziell dafür angefertigten Demo-Reifen von Pirelli.

Ansonsten erlaubt das Sportgesetz unter Artikel 10 mit den aktuellen Autos nur Demonstrationsfahrten über maximal 15 Kilometer auf Rennstrecken, die nicht zum Kalender zählen.

Lando Norris - Carlin - Formel 3-Test - Silverstone - Juni 2020
Carlin (Twitter)
Lando Norris drehte in Silverstone ein paar Runden in einem Formel 3-Auto.

Ferrari-Test in Fiorano?

Einen der beiden Filmtage über 100 Kilometer hatte Mercedes bereits vor Saisonstart genommen. Im Februar absolvierten die Silberpfeile mit dem W11 einen Shakedown in Silverstone. Den zweiten Filmtag spart man sich auf.

Um ein bisschen mehr Spielraum zu haben, übt Mercedes vor dem Saisonstart in Spielberg lieber mit dem 2018er Auto auf Pirelli-Reifen, die ebenfalls nur diesem Zweck dienen. Das sportliche Regelwerk zurrt unter Artikel 10.2 fest, was damit erlaubt ist und was nicht. Tests mit vorangegangenen Fahrzeuggenerationen sind gestattet, die in den drei Jahren vor 2019 im Einsatz waren.

Es gibt im Gegensatz zu Filmtagen mit aktuellen Autos bei Tests mit Vor-Vorjahres-Rennwagen keine Beschränkung bei den Kilometern. Genau das macht es für Mercedes attraktiv. Man will in der kommenden Woche in Silverstone Teile eines Rennwochenendes simulieren. Das wäre mit maximal 100 Kilometern nicht möglich.

Im Mercedes W09 feierte Lewis Hamilton elf Saisonsiege und seinen fünften von inzwischen sechs WM-Titeln. Bottas belegte im Silberpfeil von 2018 den fünften Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft – ohne Sieg. Mercedes holte mit insgesamt 655 Punkten den Konstrukteurs-Pokal vor Ferrari.

Auch Ferrari will seine beiden Piloten nach Informationen der offiziellen Formel-1-Seite vor dem Saisonstart wieder in ein echtes Auto klettern lassen. Welches Modell Charles Leclerc und Sebastian Vettel tatsächlich fahren werden, darüber schweigt Ferrari. Eine Anfrage wurde nicht beantwortet. Vermutlich werden die beiden Fahrer auf der Hausstrecke in Fiorano unterwegs sein.

Lando Norris ging bereits einen anderen Weg. Der McLaren-Pilot kletterte in ein Formel-3-Auto seines alten Rennstalls Carlin. Zusammen gewann man 2017 die Formel-3-Europameisterschaft. Norris war in dem Nachwuchs-Rennwagen in Silverstone unterwegs.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen Lewis Hamiltons Weltmeister-Saison von 2018 in Bildern.

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