Umbau in der Regen-Unterbrechung

Was wurde bei Mercedes geändert?

Mercedes - GP Brasilien 2016 Foto: Pirelli 65 Bilder

In der ersten Pause zum GP Brasilien wurde an den Autos heftig geschraubt. Bei Mercedes, Ferrari und Red Bull musste der FIA-Technikdelegierte Jo Bauer ganz genau hinschauen. Wir verraten, was genau an den Autos verändert wurde.

Im nächsten Jahr sind Eingriffe am Auto während einer Rennunterbrechung verboten. Diesmal kam die 35-minütige Pause nach 20 Runden des GP Brasilien Mercedes gelegen. An den Autos von Lewis Hamilton und Nico Rosberg wurden vorne und hinten die Stabilisatoren getauscht.

Bei der Entscheidung am Samstag vor dem Qualifying hatte Mercedes seine beiden Autos vom Abtrieb her zwar auf Regen getrimmt, nicht aber beim mechanischen Setup. Da ließ man sich ein Hintertürchen für ein Trockenrennen offen.

Umbauten bei Mercedes, Ferrari und Red Bull

Dank des weicheren Fahrwerks rollte das Auto nach dem Eingriff mehr um die Längsachse, was die Auflagefläche der Reifen vergrößerte. Im Regen gibt das eine bessere Traktion. Ferrari nahm den gleichen Eingriff vor wie Mercedes. Red Bull verzichtete darauf. Der Herausforderer von Mercedes hatte seine Autos von vornherein aerodynamisch und mechanisch auf ein Regenrennen abgestimmt.

Trotzdem wurde an einem der Red Bull eifrig geschraubt. An Daniel Ricciardos Fahrzeug musste eine Heckflügel-Endplatte ersetzt werden. Sie war nach einer Berührung beschädigt worden. Das ist möglich, weil bei einer Rennunterbrechung die Parc Fermé-Bestimmungen außer Kraft gesetzt sind.

Neue Teile entweder gleich schwer oder leichter

Trotzdem müssen sämtliche Tauschaktionen in der Boxengasse unter Aufsicht der FIA und seiner technischen Delegierten stattfinden. Bei Mercedes rückte Jo Bauer mit einer Waage an, um zu überprüfen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Die neuen Stabilisatoren mussten entweder gleich schwer oder leichter sein als die alten.

Bauer: „Die Autos werden erst nach dem Rennen gewogen. Um sicherzustellen, dass sie auch vor dem Tausch nicht untergewichtig waren, darf das neue Teil höchstens gleich schwer sein. Wenn es leichter ist und das Auto trotzdem noch über dem Mindestgewicht liegt, ist es uns egal.“

Neuester Kommentar

qayx ... das ist q u a t s c h. Dann dürften die Fahrer auch nicht nach dem Rennen mitten in die Mechaniker springen. Da könnte ja einer der Mechaniker dem Fahrer ne Goldplakette in den Overall schieben. Oder ne Batterie ins Hemd stecken. Oder, oder, oder. Abgesehen davon ist bekannt das die Fahrer (alle?) ins Auto pinkeln. Da geht das Gewicht dann wieder flöten, oder?

TinaH 22. November 2016, 05:00 Uhr
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