Lewis Hamilton - Mercedes - 2018 Mercedes
Mercedes W09 - F1-Auto - Shakedown - Silverstone - 2018
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Mercedes-Verträge laufen aus

Hamilton vor Saisonbeginn fix?

Bei Mercedes laufen beide Fahrerverträge Ende des Jahres aus. Während sich Valtteri Bottas noch beweisen muss, will Mercedes mit Lewis Hamilton unbedingt verlängern. Wird noch vor Saisonbeginn Vollzug gemeldet?

Eigentlich steckt Mercedes in einer ungemütlichen Lage. Ende des Jahres laufen beide Fahrerverträge aus. Das will man als Team normalerweise vermeiden. Doch Mercedes ist auch in einer beneidenswerten Situation. Die meisten Piloten würden umsonst den Silberpfeil fahren. Auswahl hätte man genug. Dummerweise sind die beiden besten Fahrer neben Lewis Hamilton langfristig bei der Konkurrenz unter Vertrag. Sebastian Vettel bis 2020 bei Ferrari, Max Verstappen genauso lang bei Red Bull.

Lewis Hamilton konnte trotzdem nicht gelassen in die Vertragsverhandlungen gehen. Auch er hat keine Alternativen. Wo außer bei Mercedes sollte er in Zukunft fahren? Deshalb streute der Engländer zum Ende der abgelaufenen Saison geschickt ein paar Rücktrittsgerüchte. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag mit dem Team und ich möchte die Zusammenarbeit auch verlängern. Aber ich nähere mich dem Punkt, wo ich mich frage, was danach kommt.“

„Wie stark werde ich den Rennsport vermissen, wenn ich mal nicht mehr fahre? Andererseits verpasst du vielleicht Dinge im richtigen Leben. Das besteht nicht nur aus Formel 1. In diesem Kampf befinde ich mich gerade. Ich will einerseits weiter Rennen fahren, andererseits etwas anderes tun. Hoffentlich entscheide ich das Richtige zur richtigen Zeit.“

Keine Frist für Hamilton

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Tatsächlich steckte Kalkül hinter diesen Sätzen. Es war ein leiser Druck auf seinen Arbeitgeber, dass es für ihn eben doch Optionen gibt. Mercedes reagierte nicht auf die Äußerungen seines Starpiloten. Man weiß genau, dass Hamilton den Rennsport immer noch braucht wie eine Droge. Toto Wolff kann das nur bestätigen: „Ich habe ihn so motiviert erlebt wie eh und je. Lewis ist das Synonym für Hunger nach Erfolg. Ihm war schon Weinachten wieder langweilig.“ Hamilton gibt zu: „In mir brennt immer noch das gleiche Feuer wie zuvor. Ich habe sogar die Sitzprobe einen Tag vor der Präsentation genossen.“

Weil Hamilton im Dezember und Januar in den USA und Japan abgetaucht war und Vertragsverhandlungen nicht über das Telefon abwickeln will, trafen sich Wolff und sein Fahrer Anfang der Woche bei einem Mercedes-Event am Polarkreis zu einer Sondierung. „Es waren gute Gespräche“, verrät Wolff. Der Österreicher glaubt, die Verhandlungen in „einigen Wochen“, abschließen zu können. „Je früher desto besser.“ Er will seinem Weltmeister aber auch keine Frist setzen. „Das schafft nur unnötigen Druck.“

Hamilton schwebt ein ähnlicher Zeitplan vor. Auch er setzt auf Harmonie. „Toto weiß, dass er keinen besseren Fahrer kriegen kann als mich. Ich weiß, dass es für mich kein besseres Team gibt. Ich habe nicht einmal mit anderen Teams gesprochen. Wir sind also irgendwie aufeinander angewiesen. Es wäre schön, den Vertrag vor Saisonbeginn zu unterschreiben, aber ich lasse mich nicht hetzen.“ Nach fünf Jahren in diesem Team kann sich Hamilton auch gar nicht mehr vorstellen den Partner zu wechseln. „Ich fühle mich bei Mercedes zuhause.“

Bottas fordert mehr Konstanz von sich

Valtteri Bottas fährt auch in seinem zweiten Jahr bei Mercedes um einen Anschlussvertrag. Esteban Ocon und Daniel Ricciardo sind mögliche Konkurrenten. Der Finne geht damit ziemlich selbstkritisch um: „Ich hatte in diesem Winter viel Zeit, in mich zu gehen und meine erste Saison mit Mercedes noch einmal zu rekapitulieren. Ich muss in diesem Jahr konstantere Leistungen bringen. Das erwartet das Team von mir und ich auch.“

Bottas hat aus der abgelaufenen Saison viele Erfahrungen mit in den Winter genommen. „Ich habe gelernt, dass ich noch viel lernen musste. Vom Setup her, vom Fahrstil, vom Reifenmanagement, von der Einstellung. Die besten Lektionen gaben mir die Rennen, bei denen ich Schwierigkeiten hatte.“

Angst vor einem übermächtigen Hamilton hat Bottas nicht, auch wenn der vierfache Weltmeister der beste Teamkollege ist, den er je hatte und wahrscheinlich auch einer der besten Fahrer aller Zeiten. Trotzdem sagt der WM-Dritte des Vorjahres: „Keiner ist unschlagbar. Ich habe es letztes Jahr drei Mal geschafft. Mein Ziel muss sein, es diesmal öfter zu tun.“

Der dreifache GP-Sieger führte aus, dass er fehl am Platz wäre, wenn er sich nicht zutraut, in diesem Jahr um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Der Ernst der Lage ist ihm voll bewusst. „In der Formel 1 ist dein Cockpit ständig in Gefahr. Besonders eines wie dieses, das alle wollen. Ich kann nur durch Leistung überzeugen.“

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