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Rückkehr der Hybrid-Technik 2011

Mercedes will KERS-Marktführer bleiben

KERS kommt zurück. Mittlerweile haben alle Top-Teams entschieden, 2011 mit Hybridantrieb zu fahren. Die Anhebung des Mindestgewichts auf 640 Kilogramm vergrößert die Vorteile der Hybrid-Technik. Mercedes arbeitet bereits an einer verbesserten Version.

Auf KERS kann im nächsten Jahr keiner verzichten, der um die Weltmeisterschaft fahren will. Ferrari erklärte bereits vor Wochen, dass das nächstjährige Auto mit Hybridantrieb ausgerüstet wird. Auch Red Bull, McLaren und Renault haben sich in diese Richtung bereits entschieden. Und jetzt ist auch Mercedes auf die KERS-Linie eingeschwenkt, nachdem Teamchef Ross Brawn in Kanada noch zweifelte, ob man mit oder ohne KERS schneller sein würde.

Pendel schlägt 2011 zugunsten von KERS aus

2009 wurde die Frage mit dem WM-Titel für Brawn GP noch eindeutig beantwortet. Brawn GP hatte auf den Hybridantrieb verzichtet. Doch die zweite Saisonhälfte zeigte mit drei Siegen für die KERS-Liga, welches Potenzial in der Technik steckt, wenn man sie platzsparend und mit geringstmöglichem Gewicht im Auto verstauen kann.

Jetzt bekommen die Hybrid-Befürworter vom Reglement noch ein Geschenk. Das Gewicht wird ab 2011 auf 640 Kilogramm inklusive Fahrer angehoben. 40 Kilogramm mehr als noch vor zwei Jahren. "Damit hast du auch mit KERS an Bord genügend Ballast in der Hand, um das Auto perfekt zu trimmen", erklärt Mercedes-Rennleiter Norbert Haug.

Mercedes KERS Version 2.0

In Brixworth wird bereits an der zweiten Generation KERS gearbeitet. Sie soll dann nur noch 20 statt 25 Kilogramm wiegen und vom Volumen her kleiner ausfallen. Mercedes war 2009 Marktführer der Hybridliga und will das auch bleiben. Ein Verzicht auf KERS kommt nicht mehr in Frage. Haug: "Du kannst einfach nicht auf die Vorteile beim Start, beim Top-Speed auf der Geraden und in der Qualifikation, wo man zwei Mal 6,7 Sekunden lang boosten kann, verzichten."

Ferrari und Renault hatten als lautstarke Befürworter des KERS-Comebacks bereits im Hinterkopf, dass ihre neuen Systeme deutlich besser sind als die von 2009. Trotzdem ist Red Bull-Teamchef Christian Horner skeptisch. Er will sich nicht voll und ganz auf das Renault-System verlassen. "Ich fürchte, wir werden ein paar Millionen Entwicklungsarbeit reinstecken müssen, um die Komponenten so klein und leicht wie möglich zu machen." Sonst gehen Grenzgänger Adrian Newey wahrscheinlich noch seine letzten Haare verloren.

Die Kostenbeschränkung der Teams legt den maximalen Entwicklungsaufwand für KERS fest. Er darf fünf Millionen Euro nicht übersteigen. Kundensysteme dürfen für maximal eine Million pro Saison vertrieben werden.

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