Mercedes-Zukunft in der Formel 1

Haug-Stelle bleibt unbesetzt

Norbert Haug - Formel 1 - GP Bahrain - 21. April 2012 Foto: xpb

Nachdem sich die Wege von Mercedes und Norbert Haug trennen wird gerätselt, wer den Posten des Mercedes-Rennleiters in Zukunft besetzt. Wie aus internen Quellen zu hören ist, wird es nur einen neuen DTM-Chef geben. 

Haugs Posten in der Formel 1 bleibt vakant. Es gibt mit Ross Brawn und  Niki Lauda schon genug Chefs. Norbert Haug war 22 Jahre lang das Gesicht von Mercedes im Motorsport. Nachdem sich vergangene Woche die Wege von Haug und der Marke mit dem Stern getrennt haben, löste das Spekulationen um die Nachfolge des 60-jährigen Schwaben aus. Von Gerhard Berger bis Red Bull-Teamchef Christian Horner wurde alles gehandelt, was Rang und Namen hat. auto motor und sport erfuhr aus Mercedes-Kreisen, dass die Stelle von Haug im Bereich der Formel 1 unbesetzt bleibt. Es gibt bereits genug Häuptlinge in diesem Programm. Ross Brawn ist der Teamchef, und Niki Lauda schaut ihm dabei auf die Finger. Einen zusätzlichen Außenminister braucht man in Zeiten schlanken Managements nicht mehr.

DTM braucht Motorsportchef

In der DTM liegt der Fall anders. Dort muss einer den Job des Motorsportchefs übernehmen, der dann wie Audi-Kollege Wolfgang Ullrich und Jens Marquardt von BMW im Beirat des ITR-Vorstands sitzen wird. Wer für diesen Posten in Frage kommt, steht noch nicht fest. Auch hier werden gerüchteweise mehrere Namen gehandelt. Zum Beispiel AMG-Chef Ola Kallaenius oder der ehemalige Chevrolet-Rennleiter Eric Nève, der seit dem 25.September HWA-Vorstandsmitglied ist.

Wer in der Formel 1-Filiale Brackley ein großes Sesselrutschen erwartet, wird ebenfalls enttäuscht werden. Unter Ross Brawn bleiben alle an ihrem Platz. Technikchef Bob Bell, Aerodynamikprojektleiter Geoff Willis und Aldo Costa, der für die Mechanik verantwortlich ist. Man kam zu dem Schluss, dass eine große Personalrochade nur noch für mehr Unruhe sorgen würde. Der neue Mercedes AMGW04 liegt gut im Zeitplan. Getriebe und Aufhängungen werden schon auf den Prüfständen getestet. Aerodynamisch muss noch der letzte Feinschliff folgen. Man sei aber auf einem guten Weg zu den selbst gesteckten Zielen, heißt es aus Brackley.

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