MGU-K killt Lotus

Grosjean mit Problem-Odyssee

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - Bahrain - Test - 1. März 2014 Foto: xpb 24 Bilder

Am ersten Testtag ein Getriebeschaden. Dann ein Motorplatzer. Jetzt die Elektromaschine. Lotus stoppt jeden Tag ein anderes Problem. Das ist das Alarmierende bei Renaults Fehlerbehebung. Es hört nie auf. Romain Grosjean fürchtet, dass die Testfahrten bis Melbourne verlängert werden.

Die Liste der Fehlerbewältigung bei Lotus ist riesig. "Wir haken jeden Tag eine Box ab. Das müssen wir als Fortschritt sehen", meinte Romain Grosjean am Abend des vorletzten Testtages in Bahrain. Der Tag begann mit einem Defekt, den Lotus zu verantworten hatte. Ein defekter Stecker sorgte dafür, dass das Team den Kabelbaum des Getriebes wechseln musste.

Grosjeans vorletzter Test-Arbeitstag begann somit mit zweieinhalb Stunden Verspätung. "Dann lief es eigentlich ganz ordentlich, bis die MGU-K ausgestiegen ist. Es fehlte die Zeit, sie rechtzeitig zu wechseln." Unter dem Kürzel MGU-K verbirgt sich die Elektromaschine, die kinetische Energie in Strom umwandelt und diesen wieder an den Antrieb abgibt.

Immer neue Probleme kommen hinzu

Grosjean weiß nicht recht, mit welchem Gefühl er nach Melbourne fahren soll: "Einerseits sind alle Probleme identifiziert und lösbar. Andererseits kommen immer neue hinzu. Mit der MGU-K hatten wir noch nie etwas. Wenn du dann drei Probleme am Tag hast, fährst du nicht, weil die Fehlerbehebung so lange dauert."

Der Lotus-Pilot gibt zu, dass die ersten drei Rennen zum Gang nach Canossa werden könnten. "Wegen der Probleme mit der Antriebseinheit konnten wir viele Dinge noch gar nicht testen. Die Bremsbalance stimmt nicht, das Speichern der Energie, die Abgabe der Leistung ist nicht aufeinander abgestimmt. Wir können nur hoffen, dass über Nacht mal alle Parameter der Software richtig eingegeben werden, damit wir einen problemlosen Tag haben und unser Auto besser einschätzen können."

Kleines Problem kostet Lotus ganzen Testtag

An Renndistanzen will Grosjean gar nicht denken. "Das ist in unserer Lage nicht unser dringendstes Problem. Wir müssen jetzt Prioritäten setzen. Erst die großen Probleme lösen, dann Schritt für Schritt die anderen." Der Franzose fürchtet, dass der Saisonauftakt in Melbourne für die Renault-Teams zu einer Fortsetzung der Testfahrten wird. Da aber bestimmt ein anderer Zeitplan den Rhythmus.

"Ein Batterieleck oder ein defekter Konnektor kann dich den ganzen Tag kosten. Ein Batteriewechsel dauert zwischen drei und dreieinhalb Stunden. Trotzdem dürfen wir Melbourne nicht nur als Testfahrt betrachten. Es gibt dort 25 Punkte für den Sieg. Und wenn du stehenbleibst, gibt es nichts." Der Mann, der im letzten Saisondrittel 2013 als einziger Sebastian Vettel herausfordern konnte, fürchtet: "Das wird kein einfaches Jahr für uns."

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