Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 17. Juni 2016 sutton-images.com
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 17. Juni 2016
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 17. Juni 2016
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Baku killt Hybrid-Teile

MGU-K Schrott bei Mercedes und Ferrari

Das Stadtrennen in Baku geht auf das Material. Mercedes und Ferrari beklagen Verluste. Nico Rosberg verlor nach einem kapitalen MGU-K Defekt möglicherweise auch den Motor. Bei Kimi Räikkönen muss die MGU-K getauscht werden. Sebastian Vettel kommt vielleicht mit einem blauen Auge davon.

Das Stadtrennen von Bau ist eine Materialschlacht. Ursprünglich dachte man dabei an abgerissene Räder und verbogene Flügel. Aber der erste Trainingstag lieferte überraschend wenig Schrott. Daniel Ricciardo verbog seinen Red Bull bei einem Crash in Kurve 15. Carlos Sainz schlug sich an der gleichen Stelle einen Frontflügel ab.

Doch der Baku City Circuit ist mit dem längsten Geradeausstück im GP-Kalender auch eine Motorenstrecke. Und die Antriebseinheiten leiden im ständigen Wechsel zwischen Stop and Go. Besonders die Elektromaschinen, weil ohne Atempause geladen und entladen wird. „Es ist das härteste Rennen für die MGU-K“, bestätigte Mercedes-Motorenchef Andy Cowell.

Zerstörte MGU-K auch Rosbergs Motor?

Wie zum Beweis strandete Nico Rosberg im zweiten Training mit einem MGU-K Defekt. Die Elektromaschine ist förmlich explodiert. Bei Mercedes befürchtet man, dass das auch dem Motor das Leben gekostet hat. Die Untersuchung findet nächste Woche im Werk in Brixworth statt. Trotzdem kein Grund zur Beunruhigung. Es handelte sich um einen Freitagsmotor, der bereits 3.700 Kilometer auf der Uhr hatte. Rosberg ist mit allen Antriebselementen erst in der zweiten Einheit.

Auch bei Ferrari gab es MGU-K Alarm. Kimi Räikkönen stoppte in einem Notausgang. Hinter ihm eine riesige Bremsspur, die darauf schließen ließ, dass etwas im Heck blockierte. Kurz vor Schluss wurde Sebastian Vettel an die Box geholt. „Reine Vorsichtsmaßnahme“, hieß es bei Ferrari.

Tatsächlich gab es auch bei ihm Anzeichen des gleichen Defekts wie bei Räikkönen. Das Problem betraf die MGU-K. Während Räikkönen bei der nächsten Gelegenheit eine neue Elektromaschine braucht, kommt Vettel möglicherweise um einen Wechsel herum. Für Baku war es noch kein Problem. In beide Ferrari wurden die Rennmotoren der letzten Spezifikation gebaut. Am Freitag kommen Triebwerke älteren Datums zum Einsatz.

Verstappen muss mit Strafe rechnen

Wenn es bei einem der nächsten Rennen zu einem Austausch der MGU-K kommt, wäre das für beide Ferrari-Piloten das dritte von fünf erlaubten Exemplaren. Damit sind sie immer noch besser dran als Lewis Hamilton, der mit dem Turbolader und der MGU-H bereits auf 4 Einheiten steht. Niki Lauda verspricht seinem „Loisl“: „Wir kämpfen wie die Löwen für dich, damit du ohne Strafe durch die Saison kommst. Unsere Motorenleute haben bereits einen Plan ausgearbeitet, wie es möglich ist.“

Bei Max Verstappen hilft kein Plan mehr. Der Holländer kassiert in diesem Jahr mit Sicherheit eine Startplatzstrafe. In Baku wurde die fünfte Steuereinheit der Leistungselektronik eingebaut.

Woher kommt der hohe Verschleiß? Verstappen übernahm das Erbe von Daniil Kvyat. Der hatte bereits einen Schaden in Melbourne. Eine zweite Elektronikbox ging beim Crash in Russland kaputt. Verstappen lieferte zwei Mal Schrott in Monte Carlo ab. Offenbar liegt die Leistungselektronik im Red Bull an einer Stelle, die bei Unfällen wenig geschützt ist.

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