Michael Schumacher entschuldigt sich

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Nach seiner grandiosen Aufholjagd durch die Straßen von Monte Carlo gab sich Michael Schumacher versöhnlich und nahm sogar das Wort Entschuldigung in den Mund.

"Ich wollte mit Sicherheit nicht Alonsos Runde zerstören. Wenn es so ausgesehen hat, entschuldige ich mich dafür", sagte der Ferrari-Star. "Ich war schon ein bisschen geschockt über die harte Strafe. Aber ab einem bestimmten Punkt musste man sich auf das Rennen konzentrieren. Das habe ich getan", sagte der Rekordweltmeister am Sonntag nach seiner Fahrt vom letzten Startplatz bis auf Rang fünf beim Großen Preis von Monaco.

Der 37 Jahre alte Ferrari-Pilot wurde am späten Samstag wegen seiner "Straßensperre" in der Qualifikation von der 67. Pole Position seiner Laufbahn an das Ende des Starterfeldes strafversetzt. "Die Enttäuschung über gestern und die harte Strafe ist schon noch da. Speziell nachdem man gesehen hat, was möglich war", sagte der Kerpener.

Michael Schumacher: "Aufgeben gilt nicht"

Den Titelkampf wollte er trotz des Rückstandes von 21 Punkten auf den Monaco-Sieger und WM-Führenden Fernando Alonso nicht abschreiben: "Für mich ist die WM weiter offen. Es ist erst das siebte Rennen. Wer mich kennt, wird verstanden haben: Aufgeben gibt es nicht."

Schon vor der Entscheidung der Rennleitung stand das Urteil bei vielen im Formel-1-Lager fest: Schuldig. Während die Rennkommissare und Schumachers Kritiker ihm eindeutig Absicht unterstellten, schlossen sich nur wenige Fürsprecher seiner Version von einem Fahrfehler an. "Diejenigen, die den Mund aufreißen, sind zu feige, zu mir zu kommen und das unter vier Augen zu besprechen", wehrte sich Schumacher gegen seine Kritiker.

Schumis Sündenregister

Einmal mehr wurde sein Sündenregister herausgeholt: Erinnerungen an 1994, als er sich im letzten Saisonrennen in Adelaide seinen ersten WM-Titel nach einem Crash mit seinem Konkurrenten Damon Hill holte. Als Schuldiger konnte Schumacher nicht identifiziert werden. Anders der Sündenfall 1997, als er in Jerez in den Williams seines WM-Rivalen Jacques Villeneuve krachte. Der Kanadier wurde dennoch Weltmeister. Schumacher entschuldigte sich auch da später. "Wir haben alle schwarze Punkte auf unserer weißen Weste", sagte Schumacher.

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