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F1 Michael Schumacher
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Michael Schumacher

"Es ist ein wundervolles Gefühl"

Michael Schumacher meldet sich nach rund sechs Jahren in Valencia wieder auf dem Podium zurück. Und das ausgerechnet vom zwölften Startplatz. Die Freude war riesig. Nur Red Bulls Versuch Schumi anzuschwärzen, trübte die Stimmung etwas.

Es war kurios. Da erreicht Michael Schumacher endlich den lang erwarteten Erfolg und fährt als Dritter über die Ziellinie – und er selbst weiß es nicht. "Wo bin ich angekommen", fragte er seine Boxenmannschaft über Funk. Er hatte nur Webbers Boxentafel gesehen, die ihm kurz vor Schluss Position acht und sieben anzeigte. "Ich wusste nur, dass ich einen Platz vor ihm bin", meint Schumi. "Und dann haben mir die Jungs gesagt, das ist der dritte Platz, du bist auf dem Podium. Ich konnte es nicht glauben!"

Parallelen zu Alonsos Schicksal

Der siebenmalige Weltmeister hatte nach dem schwierigen Qualifying am Samstag mit Platz zwölf nicht gerade eine günstige Ausgangsposition. Valencia ist dafür berüchtigt, dass eigentlich nicht überholt werden kann. "Ich habe gesagt, dass es schwierig wird. Das ging im Qualifying vor allem wegen meiner eigenen Fehler los. Das nun mit Platz drei wieder wettzumachen ist überwältigend."

Die Freude ist umso größer, da der Mercedes AMG-Pilot zuletzt eher wegen seiner Ausfälle auf sich aufmerksam machte, denn mit guten Resultaten. Am Donnerstag betonte Schumi einmal mehr, wie sehr er an sein Team glaube. "Das ist die beste Art den Kritikern zu antworten", sagte Schumi.

Von ein auf zwei Stopps

Die Causa Schumacher hatte Parallelen zu Fernando Alonsos Schicksal. Beide verließen das Fahrerlager am Samstag geknickt. Beide haben jedoch genug Erfahrung und Selbstbewusstsein, auch in schwierigen Zeiten ein Team zu motivieren und aus der Talsohle zu führen. In diesem Fall bemühte Schumacher sogar den Werbeslogan der automobilen Konkurrenz: "Nichts ist unmöglich", sagte er. "Man darf eben niemals aufgeben."

Das bewahrheitete sich einmal mehr im Rennen. Schumacher wurde ursprünglich mit einer Einstopp-Strategie ins Rennen geschickt. Doch in Runde 41 entschied man sich, doch noch einmal zu stoppen. Zum Schluss hatte Schumi wie Webber die weichen Pneus aufgezogen und mischte das Feld mit Rundenzeiten auf, die rund eine Sekunde schneller waren, als die von Alonso an der Spitze. Der rutschte mit seinen gebrauchten Sohlen herum.

Red Bull schwärzt Schumi an

Zum Schluss verabschiedete sich schließlich Lewis Hamilton nach der Kollision mit Maldonado aus dem Rennen und Schumi rückte auf Rang drei vor. Schumacher war überwältigt: "Es ist wirklich ein wundervolles Gefühl, sich nach so einer langen Zeit wieder zurückzumelden."

Die Euphorie erhielt nach dem Rennen jedoch einen Dämpfer. Red Bull schwärzte Schumacher bei den Sportkommissaren an, weil man der Meinung war, Schumacher habe unter gelben Flaggen das DRS unerlaubterweise genutzt. Vettel erhielt wegen eines ähnlichen Falls in Barcelona eine Durchfahrtsstrafe.

Norbert Haug entgegnete: "Ein Team behauptete, Michael habe die DRS Heckflügelklappe eingesetzt, wo dies nicht erlaubt war. Aber das kann ich verneinen und unsere Daten beweisen dies."

Die Sportkommissare ermittelten wegen des Vorwurfs, Schumacher habe die Geschwindigkeit unter gelb nicht ausreichend verlangsamt. Er wurde jedoch freigesprochen, weil er seine Geschwindigkeit nach Studium der Daten eben doch ausreichend verlangsamt habe. Zusätzlich wiesen die Offiziellen darauf hin, dass sich dieser Fall von dem Vergehen in Barcelona wesentlich unterscheidet.
 

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