Michael Schumacher in Monza

Schumi hofft noch auf Achtungserfolg

Michael Schumacher Foto: xpb 22 Bilder

Michael Schumacher konnte die Zeiten der Spitzenteams wie erwartet nicht mitgehen. Nur ein schneller Sektor reicht nicht. Trotz Rang 14 hofft Schumi noch auf einen Achtungserfolg im Qualifying und Rennen beim GP Italien.

Michael Schumacher ist wieder in Monza unterwegs. Vier Jahre nach seiner Rücktrittserklärung an gleicher Stelle ging der ehemalige Ferrari-Pilot auf der spektakulären Highspeed-Piste auf Zeitenjagd. Für den 41-Jährigen hat sich das Monza-Gefühl nicht verändert, auch wenn er jetzt in einem neuen Auto sitzt.

"Die Emotionen und Sensationen, wenn man um die Strecke fährt, sind natürlich identisch, im Verhältnis zu früher. Im Cockpit sehe ich ja nicht, ob mein Auto rot oder silber ist", grinste Schumacher gut gelaunt nach den ersten beiden Trainingseinheiten. Mit Platz 14 und einem Rückstand von 1,6 Sekunden in der Tageswertung konnte der Rekordchampion allerdings nicht zufrieden sein.

Schumacher nicht konkurrenzfähig

"Es ist nicht einfach für uns. Wir sind von der Konkurrenzfähigkeit leider nicht ganz da, wo wir gerne sein wollen bzw. wo ich in der Vergangenheit öfter gewesen bin." Die Hoffnung hat der Deutsche aber noch nicht aufgegeben. "Alles in allem war es nicht so weit entfernt, dass wir nicht vielleicht doch noch einen Achtungserfolg hier erzielen können."

Trotz des bärenstarken Mercedes-Motors konnte der Silberpfeil die Rundenzeiten der Spitzenteams McLaren, Red Bull und Ferrari nicht mitgehen. Vor allem in den Kurven verloren die Silberpfeile Zeit. "Wir haben sehr gut gearbeitet, was die Top-Speeds angeht. Das bedeutet, dass der erste Sektor gut für uns ist. Da sind wir mit die Schnellsten", erklärt Schumacher. "In den Sektoren zwei und drei, in denen der Anpressdruck gefragt ist, da fehlt es uns dann ein bisschen. Das ist das Kompromissspiel von Monza."

Ausrutscher in der Parabolica

Auch der F-Schacht bringt Mercedes nicht groß weiter. Im Gegensatz zu McLaren und Force India ließ Schumi die Top-Speed-Hilfe den ganzen Trainingstag im Einsatz. "Der F-Schacht ist ja dazu da, den Heckflügel außer Gefecht zu setzen. Da der ja hier in Monza recht klein ist, kann der Nutzen auch nicht besonders groß sein. Wir haben da wenig Erwartungen an einen Vorteil gegenüber den anderen gehabt."

Einen Schreckmoment gab es für Schumacher gleich zu Beginn des zweiten Trainings, als er in der Parabolica-Kurve außen durchs Kiesbett rutschte. "In der Parabolica habe ich mal eine andere Linie gewählt. Die war aber etwas langsamer", scherzte der Deutsche und lieferte gleich den Grund nach: "Fakt ist, dass ich einen Fehler in meiner Frontflügeleinstellung gemacht habe, damit weniger Anpressdruck hatte und mir einfach die Straße ausgegangen ist."

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