Michelin oder Pirelli

Offenes Rennen ums Reifenmonopol

18 Zoll-Reifen - Test - Formel Renault World Series 3.5 - 2015 Foto: Michelin 23 Bilder

Eine Entscheidung über die Vergabe des Reifenmonopols in der Formel 1 ab 2017 ist noch nicht gefallen. Das Rennen zwischen Michelin und Pirelli soll ziemlich offen sein. Nach den Reifenplatzern in Spa hat die FIA noch Fragen an Pirelli. Und die nehmen jedes Lob dankbar auf.

Michelin oder Pirelli? Von der Antwort auf diese Frage hängt viel ab. Behält Pirelli den Reifenvertrag ab 2017, dann werden die Reifen nur breiter. 325 Millimeter vorne, 425 Millimeter hinten. Bekommt Michelin den Zuschlag gibt es 18 Zoll-Reifen. Und der Durchmesser steigt von 660 auf 720 Millimeter.

Die Niederquerschnittsreifen würden die Teams dazu zwingen, völlig neue Fahrwerkskonzepte zu bauen. Kalkulationen haben ergeben, dass die Autos mit den neuen Pirelli-Sohlen allein um 2,5 Sekunden pro Runde schneller werden. Das Michelin-Konzept bringt 3 Sekunden.

Todt eher für Michelin, Ecclestone bevorzugt Pirelli

Die Sympathien bei den Teams sollen ungefähr gleich verteilt sein. Für die hohen Herren gilt: Bernie Ecclestone steht eher auf der Seite von Pirelli, FIA-Präsident Jean Todt hält es mehr mit Michelin. Die Entscheidung trifft Ecclestone.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Die FIA muss den Reifenherstellern technisch die Freigabe erteilen. Das ist bereits geschehen. Doch angeblich soll Pirelli nach den Reifenplatzern von Spa noch einmal vorgeladen werden. Kernfrage ist: Warum braucht man höhere Reifendrücke, um sich davor zu schützen?

Pirelli hat seit Spa eine weiße Weste. Der Reifenplatzer von Carlos Sainz beim Training zum GP Singapur war die Folge eines heftigen Mauerkontakts. Die 3 Reifenschäden in der Startphase des GP Japan rührten von Kollisionen zwischen Daniel Ricciardo und Felipe Massa sowie Sergio Perez und Carlos Sainz her. Doch einigen im Zirkus stoßen die Mercedes-Episode in Monza und das Messen der Reifendrücke in der Startaufstellung sauer auf.

Hamilton lobt Suzuka-Reifen

In Singapur und Suzuka haben sich alle korrekt an die Regeln gehalten. Die FIA misst seit Singapur nicht nur die Drücke, sondern auch die Temperaturen in den Heizdecken. Damit da keiner schwindelt. Wer die Reifen zu lange bei 110 Grad kocht, könnte leicht die Reifendrücke manipulieren.

Pirelli ist in der Phase der Unsicherheit dankbar um jedes Lob. So hörten die Reifenmänner den Kommentar von Suzuka-Sieger Lewis Hamilton besonders gern. Der Mercedes-Pilot hatte auf die Frage, ob die hohen Luftdrücke einen Einfluss auf das Fahrverhalten und die Lebensdauer der Reifen gehabt hätten, geantwortet: "Wir sagen es ja nicht oft, doch die Reifen waren unglaublich, besonders im letzten Stint. Sie fühlten sich so gut an wie schon lange nicht mehr. So muss sich auch Sebastian in Singapur gefühlt haben."

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