Michelin ordnet Sportabteilung neu

Foto: Reinhard

Michelin-Rennsportchef Pierre Dupasquier geht Ende 2005 in Rente. In der Rennabteilung des Reifenherstellers werden jetzt schon die Sessel neu verteilt. Der ein oder andere bezieht oder räumt seinen Posten nicht ganz freiwillig.

Pierre Dupasquier war seit Menschengedenken das Gesicht des Motorsports bei Michelin. Der 66-jährige Franzose hat den Eintritt ins Rentenalter schon hinter sich, ist aber nach wie vor die Gallionsfigur der Sportabteilung. Nun ist offiziell, dass Dupasquier Ende 2005 in den Ruhestand geht - Gerüchten zur Folge nicht ganz freiwillig.

Nachfolger wird ab 2006 Frédéric Henry-Biabaud, der seit 2003 als Stellvertreter Dupasquiers fungierte. Die fünf Motorsport-Anteilungen werden teilweise neu verteilt. Für die Rallye-WM und die Marathon-Rallyes ist nach wie vor Aimé Chatard verantwortlich. Um die Motorräder kümmert sich Nicolas Goubert, die Langstreckenrennen betreut Matthieu Bonardei.

Formel 1-Chef muss gehen.

Die entscheidendste Veränderung ist die Versetzung Pascal Vasselons, der für die Formel 1-Aktivitäten verantwortlich war. Schon vor zwei Wochen sickerte das Gerücht durch, dass Vasselon seinen Posten räumen muss, doch anschließend tauchte der Franzose bei den Tests in Jerez auf, als wäre nichts gewesen. Unter Vasselons Ägide stand Michelin mehrfach in dem Ruf, die besten Formel 1-Reifen zu produzieren, doch einen WM-Titel konnte man seit der Rückkehr 1999 nicht gewinnen. 2004 verlor Michelin gegen Ferrari und Bridgestone den Anschluss.

Vasselon hoffte, die Topteams McLaren und Williams würden sich bei der Michelin-Spitze für seinen Verbleib einsetzen, es nutzte nichts. Vasselon soll ab April 2005 einen Job in Nord-Amerika übernehmen. Seine Nachfolge tritt der Engländer Nick Shorrock an. Shorrock hat Motorsporterfahrung und soll neben der Formel 1-Abteilung auch PR-Aufgaben beim Thema Neuentwicklungen bei Michelin übernehmen.

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