Michelin zahlt Eintrittsgeld zurück

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Michelin versucht, nach dem verpatzten US-Grand Prix die Wogen weiter zu glätten. Der Unternehmen teilte am Dienstag (29.6.) mit, dass es die rund 110.000 Zuschauer in Indianapolis entschädigen wolle. Michelin betonte allerdings, dass es dazu rechtlich nicht verpflichtet sei.

"Michelin hat sich entschieden, sich an den Kosten der Fans, die am Sonntag, dem 19. Juni, an der Strecke waren, zu beteiligen. Wir bieten daher an, die Kosten für die Tickets zurückzuerstatten", hieß es. Außerdem bot der Reifenproduzent an, 20.000 Tickets für das Rennen 2006 zu kaufen und an Zuschauer abzugeben, die am 19. Juni dabei waren.

Michelin machte sich noch einmal für seine Kunden stark: "Es ist nicht akzeptabel, dass unsere Partnerteams von der FIA beschuldigt werden, den Grand Prix in Indianapolis boykottiert zu haben", schrieb das Unternehmen. Ein Freispruch scheint angesichts der verhärteten Fronten und drohender Zivilprozesse dennoch nahezu ausgeschlossen.

Nicht noch mehr Öl ins Feuer

Nachdem mehrere führende Vertreter von McLaren-Mercedes, BMW-Williams, Renault, Toyota, Sauber-Petronas, Red Bull Racing und BAR-Honda unmittelbar nach dem Skandalrennen am 19. Juni Mosley heftigst attackiert hatten, schlugen sie jetzt zurückhaltendere Töne an oder schwiegen, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. So waren beispielsweise die beiden deutschen Motorsportdirektoren Norbert Haug (Mercedes) und Mario Theissen (BMW) nicht erreichbar bzw. zu keinem Kommentar bereit.

Mosley versprach eine faire Beurteilung. "Wir werden uns die sieben Teams anhören. Jede Geschichte hat zwei Seiten", sagte er. "Die Mitglieder des Motorsport-Weltrates kommen aus der ganzen Welt. Sie werden ein Urteil fällen, das fair und ausgewogen ist." Michelins kurzfristiger Kniefall könnte für eine gewisse Entspannung sorgen. Die Franzosen räumten in einem langen Statement am Montagabend Fehler ein. "Wir haben die besonderen Anforderungen, die in diesem Jahr auf die Reifen in Kurve 13 des Indianapolis Motor Speedway einwirkten, unterschätzt", sagte ihr Motorsportdirektor Pierre Dupasquier. Die Pneus hätten keinen generellen Fehler aufgewiesen, seien aber de n extremen Bedingungen nicht gewachsen gewesen.

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